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Topic: Externe Pressemitteilungen
In diesem Topic sind folgende Beiträge:


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BUND PM: Gift im Schacht
Externe Pressemitteilungen BUND und Bergbaubetroffene warnen vor Verharmlosung

Gutachten der Landesregierung belegt Gefahren durch Bergbau-Altlasten


Düsseldorf, 07.03.2017 | Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Landesverband der Bergbaubetroffenen NRW (LVBB) warnen vor einer Verharmlosung der Gefahren durch die in den Steinkohlebergwerken lagernden Giftstoffe. Anlässlich der Vorstellung des von der Landesregierung in Auftrag gegebenen Gutachtens zur „Prüfung möglicher Umweltauswirkungen des Einsatzes von Abfall- und Reststoffen zur Bruch- Hohlraumverfüllung in Steinkohlenbergwerken in Nordrhein-Westfalen“ im Landtag, fordern die Verbände ein konsequentes Handeln zum Schutz der Umwelt.

„Das Gutachten belegt: Untertage lagern noch immer 12.000 Tonnen des Ultragifts PCB, dass nach der von der RAG geplanten Flutung der Bergwerke sukzessive über das Grubenwasser in die Biosphäre gelangt“, sagte Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND in NRW. „Es ist schlichtweg unzulässig, PCB in die Oberflächengewässer einzuleiten. Ohne eine Klärung des Grubenwassers können die umweltrechtlichen Vorgaben nicht eingehalten werden.“ Dabei hätte ein Sondergutachten des NRW-Umweltministeriums gezeigt, dass eine solche Grubenwasserreinigung zu geringen Kosten effizient möglich ist. Dass die Bergbehörde und die RAG dies bislang vehement ablehnen, ist für den BUND-Bergbauexperten Jansen „ein Skandal“. Der LVBB sieht darin ein „unheilvolles Zusammenspiel zwischen Bergbauunternehmer und Bergaufsicht“.

Neben der Frage des Umgangs mit PCB geht es bei dem Gutachten auch darum, ob der mittels der so genannten Bruchhohlraumverfüllung (BHV) untertage verbrachte Abfall ein Risiko für die Umwelt darstellt. Bis Ende der 1990er-Jahre waren so zum Beispiel etwa 600.000 Tonnen Sondermüll - darunter auch große Mengen Filterstäube aus Müllverbrennungsanlagen - nach dem so genannten „Prinzip des vollständigen Einschlusses“ – unter Umgehung des Abfallrechts untertage verbracht worden. Allein im Bergwerk Haus Aden/Monopol lagern nach Angaben der Gutachter 1.321 Tonnen Zink, 403 Tonnen Blei und 19 Tonnen Cadmium. Das organische Gefährdungspotential beruht auf 7,2 kg Dioxinen und Furanen (entspricht ca. 110 g „Seveso-Dioxin“, der toxischsten Einzelverbindung der Dioxine).

„Anders als damals von der RAG behauptet, beginnt nach den neuen Erkenntnissen nach ca. 26 Jahren nach Flutung der alten Stollen eine Freisetzung der Schadstoffe aus der BHV“, sagte Ulrich Behrens, Geschäftsführender Vorstandssprecher des LVBB. „ Das RAG-Märchen vom vermeintlich dauerhaft vollständigen Einschluss ist jetzt nicht länger haltbar. Irgendwann gelange die Gifte in die Biosphäre.“ Allerdings zeigten die Untersuchungen der Gutachter, dass die höchsten Schwermetallfrachten des Grubenwassers erst ab ca. 1.000 Jahren in der Zentralen Wasserhaltung (ZWH) auftreten würden. Das klinge auf dem ersten Blick beruhigend, sei es aber nicht. Die untertage verbrachten Umweltgifte würden im Laufe der Zeit mobilisiert und dann auch freigesetzt. Mit der postulierten Langzeitsicherheit habe dies nichts zu tun.

BUND und LVBB fordern, die bestehenden wasserrechtlichen Erlaubnisse nachträglich mit Auflagen zur Filterung des Grubenwassers zu versehen. Auch müsse das gesamte zukünftige Wasserhaltungskonzept der RAG von einer Umweltverträglichkeitsprüfung und einer Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet werden.
Mehr Infos: www.bund-nrw.de/rag_altlasten
veröffentlicht von UP am 08.03.2017, 16:10 Uhr
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Anhörung zur Erweiterung des Flughafens Düsseldorf startet
Externe Pressemitteilungen - – BUND fordert Verfahrenseinstellung wegen gravierender Planungsmängel
Düsseldorf, 09.02.2017 | Im Vorfeld des am 13. Februars beginnenden Erörterungstermins zur Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf fordert der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Einstellung des Planfeststellungsverfahrens.

„Das Vorhaben ist verkehrspolitisch überflüssig und im Sinne einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung kontraproduktiv“ sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. „Bislang konnte weder ein Bedarfsnachweis erbracht werden, noch wurden die bestehenden Alternativen hinreichend geprüft. Das Verfahren genügt somit nicht den fachgesetzlichen Anforderungen.“ Der BUND kündigte deshalb an, nur unter Vorbehalt am Erörterungstermin teilnehmen zu wollen.

Der BUND sieht zahlreiche Planungsdefizite, die den Stopp des Verfahrens erforderten. So verstoße die geplante Kapazitätserweiterung gegen die landesplanerischen Vorgaben einer bedarfsgerechten Entwicklung der landesbedeutsamen Flughäfen unter Einschluss des Schutzes der Bevölkerung vor Fluglärm. Keines der vorgelegten Gutachten lege zudem die Anzahl der beantragten Flugbewegungen und die Veränderung der Flugrouten zugrunde. Damit solle offenbar das dazu notwendige Beteiligungsverfahren umgangen werden. Die vom BUND nachgewiesenen Verlagerungsmöglichkeiten von Kurzstreckenflügen und Cityverbindungen auf die Schiene würden bewusst ausgeblendet. Damit sei aber die gesetzliche geforderte Alternativenprüfung unterblieben und somit sei auch die vorgelegte Umweltverträglichkeitsstudie mangelhaft. Zudem seien die Auswirkungen des Flughafens auf die europarechtlich geschützten FFH-Gebote „Ilvericher Altrheinschlinge“ und „Überanger Mark“ nicht nachgewiesen.

„Unterm Strich sind die vorgelegten Antragsunterlagen nicht geeignet, die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt hinreichend zu beurteilen“, sagte der BUND-Chef Sticht. Das Vorhaben beeinträchtige die Bevölkerung im weiten Umfeld des Flughafens über das derzeitige - zum Teil schon gesundheitsschädliche - Maß hinaus zusätzlich und erheblich.

Der BUND appellierte an den Flughafen Düsseldorf, endlich zu den Vereinbarungen des Angerland-Vergleichs zurück zu kehren. Dessen Bestimmungen würden durch die geplante Erhöhung der Flugbewegungen um 15,4 Prozent und die beabsichtigte Mitbenutzung der Nordbahn gleich in zweierlei Hinsicht verletzt. Zum einen sollen gemäß Vereinbarung kapazitätssteigernde Baumaßnahmen auf Dauer ausgeschlossen werden. Genau dies soll jetzt aber durch die Schaffung neuer Abstellpositionen erfolgen. Zum anderen sei die Flexibilisierung bzw. das Zeitschienenmodell zur Nutzung der zweiten Startbahn nicht mit der Funktion dieser Bahn als Ersatz- oder Ausweichbahn vereinbar.
veröffentlicht von UP am 09.02.2017, 15:56 Uhr
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PM BUND: Hannelore Kraft muss CETA ablehnen
Externe Pressemitteilungen Umweltverband fordert NRW-SPD zur Ablehnung des Handelsabkommens auf / Am Samstag Start der Volksinitiative gegen CETA und TTIP

Anlässlich des SPD-Sonderkonvents am 19. September zum CETA-Abkommen mit Kanada hat der nordrhein-westfälische Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Holger Sticht die SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft aufgefordert, gegen die Verabschiedung von CETA zu stimmen. In einem Offenen Brief an Hannelore Kraft sowie die NRW-Delegierten der SPD weist Sticht darauf hin, dass die parteiintern beschlossenen „Roten Linien“ für eine mögliche Zustimmung zu dem Abkommen überschritten würden. Stimme die Partei CETA trotzdem zu, wäre dies ein grobe Missachtung der eigenen Parteibasis und der Gewerkschaften. Der BUND kritisiert insbesondere die umfassenden Sonderklagerechte für ausländische Investoren und die Untergrabung des Vorsorgeprinzips. Käme CETA, würde zudem die öffentliche Daseinsvorsorge zum Beispiel im Bereich der Wasserver- und -entsorgung gefährdet.

Gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisation startet der BUND am Samstag eine Volksinitiative gegen CETA und TTIP. Mit der Volksinitiative will das Bündnis „NRW gegen CETA & TTIP“ das Land dazu bringen, im Bundesrat gegen die Handelsabkommen zu stimmen. Damit der Landtag sich mit dieser Forderung befasst, müssen sich mindestens 66.322 Bürgerinnen und Bürger aus NRW in die Unterschriftenlisten eintragen. Der Startschuss für die Volksinitiative erfolgt auf der Groß-Demonstration am kommenden Samstag in Köln. Zu der Demonstration erwarten die Veranstalter mehrere Zehntausend Menschen.
veröffentlicht von UP am 14.09.2016, 21:15 Uhr
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PM BUND NRW: Eon-Kohlekraftwerk Datteln 4: „Fehlplanung bleibt Fehlplanung“
Externe Pressemitteilungen Am Montag beginnt Erörterungstermin zum Kraftwerk Datteln 4

Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) äußert massive Zweifel an der Sinnhaftigkeit des am Montag beginnenden Erörterungstermins im Rahmen des neuen immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens für das Eon-Kohlekraftwerk Datteln 4. "Im Wesentlichen soll dort die gleiche Planung erörtert werden, die aus vielerlei bekannten Gründen bereits gescheitert ist," sagte Thomas Krämerkämper, stellvertretender Landesvorsitzender des BUND. "Die Öffentlichkeitsbeteiligung wird dadurch als Farce entlarvt, dass wesentliche Änderungen an der Planung von Beginn an politisch ausgeschlossen waren. Dies war schon beim ersten Genehmigungsanlauf 2006 der Fall und hat wesentlich zu dessen Scheitern beigetragen. Fehlplanung bleibt Fehlplanung und wird nicht durch ein paar Formalien geheilt werden." Anstatt wertwolle Ressourcen zu verschwenden solle Eon das Vorhaben endlich aufgeben.

Im ersten Anlauf war die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für den Bau und Betrieb des Kraftwerks infolge einer Klage des BUND im Juni 2012 vom Oberverwaltungsgericht Münster aufgehoben worden. Dieses Urteil wurde später vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt. Zuvor war schon der für das Kraftwerk aufgestellte Bebauungsplan vor Gericht gescheitert. Gegen den im Jahr 2014 neu verabschiedeten Bebauungsplan haben der BUND, die Stadt Waltrop sowie zahlreiche Anwohner Normenkontrollbeschwerde eingelegt.

Trotz kleinerer Nachbesserungsversuche bestehen nach Ansicht des BUND alle entscheidungserheblichen Vorhabens-Mängel fort. Nach wie vor würde der Betrieb des Kraftwerks zu unzulässigen Schadstoff- und Stickstoffeinträgen in besonders empfindliche europäische Natura 2000-Schutzgebiete führen. Durch die Einleitung von Quecksilber und anderen Schadstoffen würden gegen das Verschlechterungsverbot für die Lippe verstoßen. Bau und Betrieb des Kraftwerks in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung seien zudem rund um die Uhr mit massiven Beeinträchtigungen der Anwohner verbunden. Mit Kohlendioxidemissionen von jährlich bis zu 8,4 Millionen Tonnen wäre das Kraftwerk zudem ein massives Hindernis zum Erreichen der NRW-Klimaschutzziele. "Selbst für den theoretischen Fall einer Genehmigung würde das Kraftwerk wahrscheinlich auf ewig rote Zahlen schreiben. Das sieht Eon selbst ein, wie die geplante Auslagerung des Vorhabens in die konzerneigene Bad-Bank Uniper belegt," so Krämerkämper.
veröffentlicht von UP am 18.09.2015, 20:40 Uhr
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PM BUND: Gewässerschutz am Rhein in Gefahr
Externe Pressemitteilungen Ziele der Wasserrahmenrichtlinie werden verfehlt / Vertragsverletzungsverfahren der EU droht

Düsseldorf, 24.Juni 2015 | Mit dem Ende der Stellungnahme-Frist zum Bewirtschaftungsplan und zum Maßnahmenprogramm zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in Nordrhein-Westfalen befürchtet der BUND ein Scheitern der Gewässerschutzpolitik.

„Nordrhein-Westfalen wird die europäischen Gewässerschutzziele im Rheineinzugsgebiet in großem Umfang verfehlen“, sagte Paul Kröfges, Gewässerschutzexperte des BUND. 15 Jahre nach Verabschiedung der EG-Wasserrahmenrichtlinie hätte der „gute ökologische Zustand“ in den Bächen und Flüssen im Rheineinzugsgebiet bereits 2015 größtenteils erreicht werden müssen. „Derzeit erfüllen aber nur wenige Flussabschnitte im Rheineinzugsgebiet die Schutzvorgaben der EU“, so Kröfges.

Bis gestern hatte das NRW-Umweltministerium den kommenden Bewirtschaftungsplan und das Maßnahmenprogramm zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie offengelegt. Alle Bürger und Bürgerinnen hatten Gelegenheit, ihre Meinung zu den vorgelegten Dokumenten äußern. Mit dem ab 2016 geltenden Bewirtschaftungsplan sollen die Weichen für einen optimalen Schutz der Bäche, Flüsse, Seen und der Grundwasservorräte in Nordrhein-Westfalen neu gestellt werden.

Eine grundlegende Besserung sei auch im jetzt anstehenden zweiten Bewirtschaftungszyklus von 2016 bis 2021 nicht in Sicht, kritisiert der BUND. Von über 1.000 Fließgewässerabschnitten im NRW-Rheineinzugsgebiet würden auch im Jahr 2021 wahrscheinlich nur 86 Abschnitte den guten Zustand erreichen.
„Ein Mangel besteht vor allem darin, dass zu wenig getan wird, um den Flüssen wieder mehr Raum zu geben und die weiterhin zu hohen Nährstoffeinträge zu reduzieren“, so der BUND-Experte Kröfges. „Am Niederrhein steht seit den vergangenen 10 Jahren die Entwicklung von Auen weitgehend still. Zugleich gelangen weiterhin jährlich 230.000 Tonnen Nährstoffe in den Strom, während die erforderlichen Maßnahmen in der Landwirtschaft an keinem Gewässerabschnitt im Flussgebiet vollständig und zufriedenstellend umgesetzt sind.“ Auch bei der Passierbarkeit der Flüsse gebe es kaum Fortschritte zu verzeichnen. Die Situation der Lachse und Meerforellen habe sich in den vergangenen Jahren wieder verschlechtert.

Der BUND fordert von der Landesregierung daher eine massive Erhöhung des Sanierungstempos. Nur so könnten nach den Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie der Rhein und seine Nebenflüsse bis allerspätestens 2027 den guten ökologischen Zustand erreichen. Ohne eine verbindliche und konsequente Durchsetzung des Gewässerschutzes steuere NRW sehenden Auges auf ein Vertragsverletzungsverfahren zu.
veröffentlicht von UP am 24.06.2015, 21:17 Uhr
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PM BUND: Bleibt Shell ein Sicherheitsrisiko?
Externe Pressemitteilungen BUND zur Sachverständigen Überprüfung des Sicherheitsmanagements der Fa. Shell
Düsseldorf, 16.04.2015 | Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt das heute vorgelegte Gutachten zum Sicherheitsmanagement der Rheinland Raffinerie der Firma Shell. Entscheidend sei jetzt, welche konkreten Maßnahmen zur Erhöhung der Betriebs- und Anlagensicherheit ergriffen würden. „Die Gutachter haben eine detaillierte Untersuchung der Schwachstellen des Raffineriebetriebes vorgelegt, mit zahlreichen Empfehlungen, wie es besser werden kann“, sagte Paul Kröfges, Chemie- und Wasserexperte des BUND. „Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass diese umgesetzt und die versprochenen Millioneninvestitionen in die Anlagensicherheit auch getätigt werden.“

Bis in das Jahr 2014 hinein kam es in der Rheinland Raffinerie der Firma Shell im Kölner Süden (Godorf und Wesseling) in dichter Folge zu Stoffaustritten, Explosionen und Bränden. Dies war für den BUND Anlass, die Betreiberqualität der Betriebsleitung zu hinterfragen und eine unabhängige Expertenuntersuchung des Anlagen- und Sicherheitszustandes der Firma zu fordern. Nachdem diese im Frühjahr 2014 vom NRW Umweltministerium veranlasst wurde, liegt jetzt nach neunmonatiger intensiver Durchleuchtung der Abschlussbericht vor.

Für den BUND besonders interessant seien die Feststellungen des Gutachters, dass bei Shell zu stark reaktiv gehandelt und mehr Geld in Produktionsanlagen gesteckt wurde, statt in Instandhaltungsmaßnahmen von Rohrleitungen mit wassergefährdenden Stoffen. „Hier wurde jahrelang nach dem Motto ‚wenn es knallt, wird repariert‘ gehandelt“, kritisierte Kröfges.

Darüber hinaus sei nunmehr belegt, dass wasserrechtliche Vorgaben nicht eingehalten und über viele Jahre eine Monokultur der externen Prüfung durch den TÜV gepflegt wurden. Da der TÜV gleichzeitig beratende Tätigkeiten ausführte, bestand damit die Gefahr von Interessenkollisionen. Deutliche Kritik wird auch an der Bezirksregierung geübt, der u.a. vorgehalten wird, nicht ihre Befugnis wahrgenommen zu haben, nachträglich eine Anpassung an den Stand der Technik bei der Leckageüberwachung alter Leitungen eingefordert zu haben. Hierdurch sei eine Vergrößerung des Kerosinschadens im Grundwasser Wesselings entstanden.
Kritik übt der BUND hingegen an der Ausklammerung grundsätzlicher Fragestellungen zum Risikopotenzial der Ballung von Öl und Chemiebetrieben im Kölner Süden. „Wir vermissen auch eine Bewertung des erhöhten Risikos durch die Ausbauplanungen des Godorfer Chemiehafens zum Containerhafen“, so der BUND-Experte Kröfges. Eine Erhöhung des Risikos in diesem bereits stark vorbelasteten Gebiet sei inakzeptabel.

Insgesamt sieht der BUND aber eine Untersuchung wie die vorliegende als geeignet an, das Risiko von petrochemischen und ähnlichen Betrieben zu bewerten.
veröffentlicht von UP am 16.04.2015, 20:56 Uhr
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PM BUND: BUND kritisiert "Fracking-Ermöglichungsgesetz"
Externe Pressemitteilungen - Jetzt sind NRW-Abgeordnete und die Landesregierung gefordert

Düsseldorf, 01.04.2015 | Anlässlich der heute vom Bundeskabinett gebilligten Kabinettsbeschlüsse zur Fracking-Technologie fordert der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die NRW-Bundestagsabgeordneten zum Widerstand gegen das „Fracking-Ermöglichungsgesetz“ auf. Der von der Bundesregierung geplante Rechtsrahmen würde Tür und Tor zum Einsatz der Risiko-Technologie auch in Nordrhein-Westfalen öffnen. Aber auch die Landesregierung sei gefordert.

„Es ist schon erstaunlich, dass die vom Niederrhein stammende Bundesumweltministerin Hendricks die von der NRW-Landesregierung und dem NRW-Landtag getroffenen Beschlüsse gegen Fracking ignoriert und die Interessen der Energiekonzerne offenbar höher gewichtet als den Schutz von Mensch und Umwelt“, sagte BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen. Würde der rechtliche Rahmen mit der umstrittenen 3.000 m-Regelung vom Bundestag verabschiedet, sei damit unmittelbar der Weg frei für Fracking-Bohrungen am südlichen Niederrhein und im zentralen Münsterland. Die vorgesehene Möglichkeit von Probe-Bohrungen sei zudem eine Hintertür zur landesweiten Etablierung der riskanten Fördertechnik.
„Jetzt sind die NRW-Bundestagsabgeordneten gefordert, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen“, sagte Jansen. „Das Gesetzespaket muss im Parlament abgelehnt werden. Wir brauchen stattdessen ein generelles Fracking-Verbots-Gesetz.“ Aber auch die NRW-Landesregierung sei in der Pflicht. Jetzt müsse Ministerpräsidentin Kraft ihre Ankündigung wahrmachen, dass es hierzulande kein Fracking geben werde, solange sie im Amt ist. Das Mindeste sei, sich für eine uneingeschränkte Länderöffnungsklausel einzusetzen. Daneben müsse das Land aber auch die eigenen Möglichkeiten nutzen und zum Beispiel im Zuge der Aufstellung des Landesentwicklungsplanes ein Ausschluss der Fracking-Technologie verankern.


veröffentlicht von UP am 03.04.2015, 17:45 Uhr
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PM BUND: BUND gewinnt vor Gericht gegen Bayer im Streit um Bienengefährlichkeit von Pestiziden
Externe Pressemitteilungen Düsseldorf/Berlin, 11. März 2015 | Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat seinen Rechtsstreit gegen die Bayer CropScience Deutschland GmbH, einer Tochter der Bayer AG, gewonnen.

Nach dem heute verkündeten Urteil des Landgerichts Düsseldorf darf der BUND wieder ohne Einschränkung sagen, dass zwei von Bayer hergestellte Pestizid-Produkte für Bienen gefährlich sind und es sich bei dem darauf abgebildeten Logo mit dem Aufdruck „nicht bienengefährlich“ um eine Irreführung von Verbrauchern handelt.

„Wir freuen uns über diesen Erfolg. Das ist ein Sieg für die Bienen und die Meinungsfreiheit. Uns liegen überzeugende wissenschaftliche Studien vor, die den Bayer-Pestizidwirkstoff Thiacloprid als bienengefährlich bewerten. Bayer muss daher seine Bienen gefährdenden Produkte sofort vom Markt nehmen. Wir fordern ebenso alle Märkte auf, den Verkauf von thiaclopridhaltigen Pestiziden einzustellen“, sagte der BUND-Pestizidexperte Tomas Brückmann. Außerdem müssten die EU die Zulassung des Wirkstoffs Thiacloprid zurücknehmen und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Produktzulassungen aller thiaclopridhaltigen Produkte widerrufen.

Der Pestizidhersteller Bayer CropScience hatte gegen den BUND Ende letzten Jahres eine einstweilige Verfügung in dieser Sache erwirkt. Zur Begründung hatte das Unternehmen angegeben, der BUND habe die Bayer-Produkte „Schädlingsfrei Calypso“ und „Zierpflanzenspray Lizetan“ ungerechtfertigt als für Bienen gefährlich bezeichnet. Der in diesen Produkten enthaltene Wirkstoff Thiacloprid, der zu den sogenannten Neonikotinoiden gehört, habe eine gültige Zulassung und werde vom BVL als „bienenungefährlich“ eingestuft. Auslöser des Streits war der vom BUND 2014 veröffentlichte Einkaufs-Check „Pestizidverkauf in Bau- und Gartenmärkten“, mit welchem der BUND darauf aufmerksam machte, dass Verkäufer in Garten- und Baumärkten die Kunden sehr häufig unzureichend über die Gefahren verschiedener Unkraut- und Insektenbekämpfungsmittel informierten.

Neonikotinoid-Wirkstoffe gelten mit als Auslöser des weltweit zu beobachtenden Bienenvölkersterbens. Daher hatte die EU-Kommission ab 1. Dezember 2013 die Zulassung für drei Neonikotinoide zunächst für zwei Jahre für bienenrelevante Kulturen wie zum Beispiel Raps eingeschränkt. Dagegen klagen die Hersteller Bayer und Syngenta derzeit vor dem Europäischen Gerichtshof. Bereits rund 20.000 Protestschreiben gegen diese Klage und den umstrittenen Wirkstoff Thiacloprid sind innerhalb eines Monats bei Bayer eingegangen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.bund.net/bayer

Einen Hintergrund „Fragen und Antworten“ zum Streit Bayer contra BUND finden Sie im Internet unter: www.bund.net/bayer-faq
veröffentlicht von UP am 13.03.2015, 19:49 Uhr
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PM BUND: Massiven Antibiotikaeinsatz in NRW-Putenställen stoppen
Externe Pressemitteilungen - Bankrotterklärung der Geflügelmast

Neue Antibiotikastudie belegt gravierende Missstände


Düsseldorf, den 25.11.2414 Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht sich durch eine heute vorgestellte Studie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in seiner langjährigen Kritik an der industriellen Putenmast bestätigt: „Wenn in neun von zehn Mastdurchgängen (92,8%) den Tieren Antibiotika verabreicht werden, dabei durchweg auch für den Menschen wirksame ‚Reserveantibiotika‘ zum Einsatz kommen und zugleich in 1/3 der untersuchten Fälle ein in Deutschland für Puten nicht zugelassenes Präparat verabreicht wird, ist das eine Bankrotterklärung der Geflügelwirtschaft“, so Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND NRW. Das LANUV hatte im Auftrag des NRW-Landwirtschaftsministeriums im Jahr 2013 den Antibiotikaeinsatz in nordrhein-westfälischen Putenställen untersucht und dabei 516 Durchgänge von der Aufzucht und Mast der Puten bis hin zu deren Schlachtung und insgesamt 2764 Wirkstoffeinsätze ausgewertet. „Die Intensivmast von Puten wie auch die von Hähnchen funktioniert offenkundig nur mit regelmäßigen Antibiotika-Gaben. Sie missachtet den Tierschutz, fördert die Bildung resistenter Keime und nimmt inakzeptable Risiken für Mensch und Umwelt in Kauf“, so Sticht.

Auch die Überwachung des Arzneimittelrechts durch die örtlichen Veterinärbehörden zeigt erschreckende Defizite auf. „Wie kann es sein, dass in großem Umfang für Puten nicht zugelassene Medikamente verabreicht werden und die verantwortlichen Behörden das nicht bemerken bzw. nicht einschreiten?“ fragt Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. Der BUND fordert, geltendes Arzneimittelrecht konsequent anzuwenden und Verstöße zu ahnden.

Zentraler Ansatz zur Verringerung des Medikamenteneinsatzes ist aus BUND-Sicht jedoch der Ausstieg aus der Intensivmast. „Seit mehr als zehn Jahren weisen wir in Nordrhein-Westfalen mit eigenen Studien auf die tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen in den NRW-Putenställen und deren negativen Folgen hin. Wir benötigen umgehend rechtliche Mindeststandards für die Putenhaltung und deren Aufnahme in die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung des Bundes, geringere Besatzdichten und das Verbot der Extremzucht wie die der Rasse ‚BIG 6‘ “, so Ralf Bilke. Die schwergewichtige Putenrasse BIG 6 wird laut LANUV in 86,2% der untersuchten Ställe gehalten. Sie ist auf einen extrem hohen und unnatürlichen Brustmuskelanteil von rd. 30% des Körpergewichts ausgelegt und erhält gegenüber anderen Putenrassen überdurchschnittlich viele Antibiotika.

Der BUND begrüßt deshalb das Vorhaben von NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel, im Bundesrat einen Vorstoß zur Verbesserung der Haltungsbedingungen für Mastputen zu starten und ruft dazu auf, ebenso das Verbot der ‚BIG 6‘ auf Bundesebene anzugehen.

Hinweis: Die BUND-Studie „Putenhaltung in NRW - Ergebnisse einer BUND-Recherche 2013 / 2014" steht als download unter http://www.bund-nrw.de/fileadmin/bundgruppen/bcmslvnrw/PDF_Dateien/Themen_und_Projekte/Landwirtschaft_Gentechnik/2014_03_BUNDhintergrund_Putenhaltung_in_NRW_2013_.pdf bereit.
veröffentlicht von UP am 25.11.2014, 20:19 Uhr
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PM Grüne NRW: Ein Fracking-Verbot, das keines ist
Externe Pressemitteilungen Zu den heute bekannt gewordenen Fracking-Eckpunkten erklärt Wibke Brems, energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:

"Bundesumweltministerin Hendricks ist vor ihrem Parteikollegen, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, eingeknickt. Die heute bekanntgewordenen Eckpunkte eines Fracking-Verbots sind durch Ausnahmen und Sonderregelung gekennzeichnet. Will man Fracking grundsätzlich ermöglichen, macht man es genau so. Die 3.000-Meter-Grenze, ab der das vermeintliche Fracking-Verbot greifen soll, ist willkürlich gewählt. Es gibt in NRW mindestens zwei potenzielle Fördergebiete, die in tieferer Lage liegen. So wird unkonventionelles Erdgas am südlichen Niederrhein in Tiefenlagen zwischen 1.000 und 5.000 Meter vermutet. In der Region Münsterland und angrenzenden Kreisen (Warendorf, Gütersloh, Paderborn, Soest) wird die Tiefenlage auf 1.500 bis 4.500 Meter geschätzt.

Es ist dreist, dass Ministerin Hendricks weitergehende Regelungen, die sie nicht hat erreichen können, auf die Länder abwälzt. Wir brauchen strenge bundeseinheitliche Regelungen, die unser Lebensmittel Nr. 1 wirklich flächendeckend schützen. Wasser macht nicht an Landesgrenzen halt."
veröffentlicht von UP am 06.07.2014, 18:31 Uhr
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