RP (7.12.2005) – Abenteuer Spielplatz

Die Einrichtung der Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte an der Richard-Wagner-Straße muss Personal einsparen. Gleichzeitig soll der Abenteuerspielplatz auch am Samstag geöffnet sein. VON KLAUS WÜNNENBERG HILDEN Der Abenteuerspielplatz im Hildener Norden muss in den nächsten Jahren personell abspecken. Einsparungen in Höhe von 25.000 Euro jährlich beschlossen die Mitglieder des Jugenhilfeausschusses mehrheitlich. Die Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte soll aber weiterhin Träger der Einrichtung an der Richard-Wagner-Straße bleiben. Die CDU hatte im Sommer den Antrag gestellt, die Verwaltung solle prüfen, ob der Abentuerspielplatz von der Stadt übernommen weden könnte. Hintergrund: Der Spielplatz hatte sich in den letzten Jahren zu einem Zuschussgeschäft entwickelt. In 2004 waren knapp 30.000 Euro Defizit zusammen gekommen. Diese Summe konnte die Freizeitgemeinschaft aus anderen Bereichen decken. In der Ausschusssitzung wurde aber deutlich, dass im Grunde keine Fraktion einen Trägerwechsel befürwortete – nicht einmal die CDU. “Schwer nachvollziehbar” “Der Abenteuerspielplatz leistet sehr gute Arbeit”, betonte Christoph Bosbach (SPD). Ein Wechsel sei derzeit gar nicht erforderlich. Allerdings sollte mittelfristig eine halbe Stelle und dadurch 25.000 Euro im Jahresetat eingespart werden. Dem konnte sich Claudia Schlottmann (CDU) nur anschließen. Das Angebot werde jetzt durch die Öffnungszeiten am Samstag sogar noch verbessert. “Durch Umstrukturierung wird es möglich sein, die Samstag-Öffnungszeit im Rahmen des Etats umzusetzen”, hatte Helga Bruch, Vorsitzende der Freizeitgemeinschaft, schriftlich mitgeteilt. “Das ist schwer nachvollziehbar, wie am Samstag geöffnet und gleichzeit Personal eingespart werden soll”, kritisierte Carsten Wannhoff, Leiter des Jugendtreffs St. Konrad. Diese Einsparpotenzial sein einvernehmlich mit der Freizeitgemeinschaft festgelegt worden, erläuterte Beigeordneter Reinhard Gatzke. Auch die Stadt wolle die Qualität der Arbeit erhalten. Für das Team blieben dennoch Spielräume, meinte Gatzke. In ihren Erläuterungen hatte die Verwaltung dargelegt, dass andere Abenteuerspielplätze in der Region mit lediglich bis zu zwei Vollzeitstellen auskommen müssten. In Hilden seien aber zwei Vollzeitkräfte und zwei Teilzeitkräfte beschäftigt. Hinzu kämen noch Verwaltungsstunden-Anteile. Bei Weggang von Mitarbeitern oder auslaufenden Verträgen sollte in Zukunft due halbe Stelle eingespart werdenm erläuterte Gatzke. Als Ausgleich schlug die Verwaltung vor, zum Beispiel könnten für die Verpflegung der Tiere auf dem Abenteuerspielplatz mittelfristig “geringfügig Beschäftigte” eingesetzt werden, “damit das Personal ausschließlich für die Kinderbetreuung zur Verfügung steht”. INFO Abenteuersommer Größe Die Größe des Abenteuerspielplatzes umfasst rund 10.000 Quadratmeter. Personal Zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte Tiere Es gibt Hühner, Gänse, Kaninchen, Meerschweinchen, Schafe, Ziegen und Pferde. Geöffnet Werktags von 13.30 bis 18 Uhr für Kinder von sechs bis 14 Jahren. Ort Richard-Wagner-Straße 101.

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