Alle Hoffnung vergebens?

Das Jahr 2006 ist erst 6 Tage alt und schon hat der Alltag uns wieder… In den letzten 10 Jahren, hat sich wohl niemand jemals ernsthaft um den Zustand des Schandflecks Bahnhof gekümmert – auch der vorgebliche Investor SDI hatte wohl keine Ahnung vom Zustand. Erst jetzt wird klar, welch immenser Sanierungsaufwand zu erwarten ist. Unsere Befürchtungen zur Tagung der Bahnhofskommission werden Gewissheit, wie wir der RP vom Donnerstag entnehmen mussten. Jahrelang konnten die Eigentümer den Bahnhof verkommen lassen, ohne dass die Verwaltung Auflagen zur Sicherung erteilte. Da musste erst der WDR im Fernsehen über den Zustand berichten, damit endlich das Allernötigste getan wurde. Es musste erst die Süddeutsche Zeitung den Hildener Bahnhof bundesweit als Schandfleck bekannt machen, damit die Verwaltung einsah und erstmalig öffentlich kund tat, dass es ohne städtische Gelder keine Sanierung gibt. Erst dann – 2005 – wurde ein Konzept erstellt. Erst dann – 2005 – wurde festgestellt, dass die Arbeitsschutzbestimmunen die Jugendwerkstatt im Keller verhindern. Erst jetzt – 2005 – sind auch die großen Ratsparteien bereit Geld in den Bahnhof zu stecken. Erst jetzt – 2006 – wird festgestellt, dass der marode Schandfleck wirklich marode ist. Dabei weiß doch jeder Häuslebauer, dass sein Haus verkommt, wenn er sich nicht kümmert – wenn er das undichte Dach nicht abdichtet – wenn er defekte Fenster nicht austauscht – wenn er den Dreck einfach liegen läßt… War das etwa alles Absicht?

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