RP vom 14.02.06: Museumsverein gegen Hinterlandbebauung

VON CHRISTOPH SCHMIDT HILDEN Die erneute Offenlage für die Bebauung hinter dem “Alten Helmholtz” endete am 30. Januar. Im Planungsamt ging eine Flut von Einwendungen ein, bestätigte gestern Amtsleiter Peter Stuhlträger: “Mehr als beim letzten Mal.” Deshalb hätten auch noch keine Vorschläge gemacht werden können, wie mit dem Einwendungen zu verfahren sei. Das Thema stehe nicht morgen, sondern erst am 15. März auf der Tagesordnung im Stadtentwicklungsausschuss. Zu massiv gebaut und kurzsichtig Auch der Museums- und Heimat-Verein hat erhebliche Bedenken gegen das Vorhaben, erläuterten gestern Vorsitzende Elisabeth Harsewinkel und der pensionierte Planungsamtsleiter Franz Georg Brieden, der den Arbeitskreis “Denkmalschutz und Denkmalpflege” leitet. Die geplante dreigeschossige Bebauung auf dem städtischen Grundstück sei viel zu massiv, kurzsichtig und “städtebaulich unbefriedigend”, kritisierte Brieden: “Da soll einfach ein Klotz reingeknallt werden.” Zudem sei es unsinnig, ausgerechnet dieses Grundstück verkaufen zu wollen, erläuterte Harsewinkel: “Musikschule und VHS platzen aus allen Nähten. Die Stadt würde sich selbst um eine Erweiterungsmöglichkeit für das schöne Kulturzentrum bringen.” Ursprünglich sollte mit dem Erlös der Immobilie die Renovierung des Denkmals zum Teil bezahlt werden. Das alte Helmholtz sei jedoch von einer Stadtwerke- Tochter gekauft und renoviert worden. Damit habe sich das Finanzierungsmodell geändert, meinte Harsewinkel. Zudem mache die Stadt ein schlechtes Geschäft, wenn sie das Grundstück verkaufe. Der Erwerber brauche nur die Hälfte des Geländes. Damit halbiere sich auch der Erlös für die Kommune. Der Museums- und Heimatverein schlägt vor, den Flächennutzungsplan wieder zu ändern und das Areal als Gemeinbedarfs- und grüne Freifläche auszuweisen. Für das Hintergelände der Augustastraße sollte nur eine abgespeckte Bebauung zugelassen werden mit einer Erschließung von der Augustastraße aus.

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