NRZ vom 22.12.2006 : Fassade stüzte auf die Mittelstraße

Fassade stürzte auf Mittelstraße Ins Leere ragen die Holzbalken, die die historische Fassade des Rathskellers stützen sollten. Doch die stürzte, bis auf einen kleinen Rest (rechts) ein. Sie soll nun als Nachbildung wieder aufgebaut werden. (Foto: Rolf Schmalzgrüber) RATHSKELLER. Gestern Morgen krachte die Front der alten Gaststätte auf die Mittelstraße. Sie sollte erhalten werden. HILDEN. Die Nachricht war für Investor Jürgen Kleemann gestern ein Schock: Die historische Fassade des alten “Rathskellers” an der Mittelstraße war gestern früh mit lautem Krachen eingestürzt. Ausgerechnet, als Verdichtungsarbeiten zur Stabilisierung der Fassadenmauer durchgeführt wurden. Die Bauarbeiter brachen anschließend noch das letzte Stück der Fassade ab und beseitigten die Trümmer. Dann wurde die Baustelle, die vormittags noch zahlreiche Schaulustige anzog, stillgelegt. Das alte Gebäude, in dem seit 1891 die Gaststätte “Zum Rathskeller” untergebracht war, wurde im Herbst abgerissen. Auf dem Grundstück zwischen Mittelstraße und Kronengarten entsteht ein Geschäftshaus, in dem Ende 2007 C&A eröffnet. Die historische Fassade, die nicht unter Denkmalschutz stand, sollte als Teil der neuen Häuserfront erhalten bleiben. “Daraus wird nun nichts”, sagte Jürgen Kleemann. Die Fassade sei bereits marode gewesen, man habe immer mit einem Einsturz rechnen müssen. Ein Statiker sagte vor einiger Zeit vor dem Stadtrat, nach seiner Berechnung hätte sie gar nicht mehr stehen dürfen. Aufgrund der Baufälligkeit der Fassade war die Baustelle bereits einmal stillgelegt. Gegenüber der NRZ versprach Jürgen Kleemann gestern, dass die Fassade aus neuen Baumaterialien eins zu eins wieder aufgebaut werde. Sicherheitshalber habe man bereits vorab ein Aufmaß genommen. “Schließlich gehört die Fassade des Rathskellers zum Stadtbild”, sagte Kleemann. 22.12.2006 GÖTZ MIDDELDORF

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