Pressemitteilung NABU: Jetzt noch Brutplätze für die Mauersegler schaffen

Noch zwei Wochen, bis sie aus dem Süden zurück sind: Jetzt noch Brutplätze für die Mauersegler schaffen – Der Naturschutzbund NABU gibt Tipps Noch sind es knapp zwei Wochen, bis sie aus ihren westafrikanischen Winterquartieren zurück sind und dann nach ihrem Tausende Kilometer langen Flug wieder mit schrillem Ruf ihre Bahnen durch unsere Straßenschluchten ziehen – die Mauersegler. Dieser sichelförmig anmutende Vogel, der den größten Teil seines Lebens in der Luft verbringt, sogar fähig ist, im Fluge sein Nistmaterial aufzunehmen, wird oft mit Schwalben verwechselt, hat jedoch eine andere Lebensweise. Kaum eine andere Vogelart ist besser an die Lüfte angepasst als der Mauersegler – er hat lange Strecken in seine Winterquartiere zurück zu legen, die in Westafrika liegen. Mit rasanter Geschwindigkeit segelt er dann hier zu Lande durch die “Straßenschluchten”, die der Vogel als “künstliche Gebirge” mit vielen Brutnischen empfinden muss. Selbst Paarung und Schlaf finden in den Lüften statt. Am späten Abend, mit Einsetzen der Dämmerung, wenn bereits ein Namensvetter des Mauerseglers, der Große Abendsegler, eine Fledermausart, ausfliegt, schraubt sich der Mauersegler in große Höhen hinauf, aus denen er dann langsam schlummernd wieder herabsinkt. Der Ruf des Mauerseglers ist das schrille “sriiiiiiiiiiiiiiiiii”, das sicherlich keinem Stadtbewohner unbekannt ist. Besonders eindrucksvoll lässt es sich vernehmen, wenn die Jungvögel des Jahres wendig hinter den Altvögeln herjagen und im Trupp halsbrecherisch um so manche Straßenecke kurven. Mauersegler brüten bei uns zumeist unter Dachziegeln und überall dort, wo sie Einschlüpfe an Häusern in luftiger Höhe vorfinden. Diese Brutplätze liegen stets höher als drei Meter über dem Boden und haben freie Anflugmöglichkeiten. In der Regel legen die Tiere zwei bis drei Eier, seltener vier. Beim Nestbau sind sie recht “nachlässig”, denn es werden nur spärlich die Haare, Federn und andere Dinge eingetragen, die sie selbst im Fluge aufgeschnappt haben. Der “Fluch guter Absichten” – in diesem Falle der Energie-Einsparung durch Wärmedämmung – macht nun jedoch zunehmend den Mauerseglern zu schaffen. Durch die moderne Bauweise an Häusern, das Abdichten auch der kleinsten Fuge und eng abschließende Dachziegel wird es Mauerseglern immer häufiger unmöglich gemacht, dort zu brüten. Darauf wies jetzt der NABU in Hilden hin. Natürlich begrüßt auch der NABU das stärkere Energieeinsparverhalten und den Einsatz der Wärmedämmung. Deshalb soll den Mauerseglern auf andere Art und Weise überall dort geholfen werden, wo aus baulichen Gründen keine Einschlüpfe mehr vorhanden oder machbar sind: Durch spezielle Nistkästen. Diese Kästen können leicht selbst gebaut werden. Erforderlich ist nur etwas Holz, Geschick und Wissen um die Lebensweise der Mauersegler. Da diese erfahrungsgemäß Ende April, in manchen Landstrichen im Norden rund um den 1. Mai eintreffen, ist also noch etwas Zeit, selbst Hand anzulegen und den rückkehrenden Tieren einen Nistkasten anzubieten. Der NABU hält dafür einen detaillierten Plan im Internet unter www.nabu-hilden.de (Artenschutz&#61614 Mauersegler) oder zum Abholen bei der NABU Gruppe Hilden (Hochdahler Str. 144, Tel: 02103 897316) bereit.

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