Pressemitteilung BA: Ob Vollbruch oder “nur” Leck: tödlich!

TÜV-Gutachten listet Risiken auf Nach Informationen des Ratsherrn der “Bürgeraktion Hilden”, Udo Weinrich, hat der Rheinisch-Westfälische TÜV in einem Gutachten vom 06.06.2005 unter dem Titel “Auswirkungen von Lecks und einem Vollbruch in der Kohlenmonoxid-Leitung von Köln-Worringen nach Krefeld-Uerdingen” mögliche Freisetzungsszenarien untersucht. Dabei wurde sowohl der Fall eines Vollbruchs als auch der Eintritt eines Lecks von 20 mm Größe zu Grunde gelegt. Bei einem Vollbruch würde sich das Kohlenmonoxid, das mit einem Betriebsdruck von etwa 40 bar in der Leitung vorhanden ist, je nach Ausbreitungsbedingungen (Wind, Wetter, topographische Lage) und je nach Schieberabstand bis zu einem Radius von 1.200 Metern von der Unfallstelle entfernt so konzentriert ausbreiten, dass es tödlich wirkt. Das liege vor allem an den großen Schieberabständen. Die Feuerwehren im Kreis Mettmann hätten darauf hingewiesen, dass die Rohrleitungen mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ausgerüstet werden müssten, um die Ausbreitungsradien der Gase zu verringern. Für den Fall eines kleinen Lecks von nur 20 mm Durchmesser gehe das Gutachten des RWTÜV immer noch von einer tödlich-giftigen Kohlenmonoxid-Atmosphäre in einem Radius von bis zu 230 Metern aus. Da bei einem möglichen Störfall natürlich nicht klar sei, wie viel Kohlenmonoxid sich ausbreite und in welche Richtung der Wind es wehe, habe auch die Feuerwehr ein Problem: Der Eigenschutz der Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen sei mangels entsprechender Ausrüstung schlicht nicht gewährleistet. Die Einsatzkräfte könnten sich der Unfallstelle nicht nähern, ohne sich unkontrolliert in einen tödlich-giftigen Bereich hineinbegeben zu müssen. Zur Kohlenmonoxid-Leitung, die mit dem “Gesetz über die Errichtung und den Betrieb einer Rohrleitungsanlage zwischen Dormagen und Krefeld-Uerdingen” am 15.03.2006 im Landtag beschlossen worden sei, habe keine Fraktion und kein Abgeordneter Widerspruch geäußert. Und auch im Landtagsausschuss für Wirtschaft, Mittelstand und Energie habe es nicht einmal eine Frage oder Wortmeldung zum Thema gegeben, so Weinrich.

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