Die besonders hohe Gefährdung durch Kohlenmonoxid

Kohlenstoffmonoxidleitung – eine überflüssige, besonders hohe Gefährdung mit unzureichenden Sicherheitssystemen. Dr. Walther Enßlin, Hilden Die besonders hohe Gefährdung durch Kohlenmonoxid Warum diese Aufregung wegen einer Kohlenstoffmonoxid-Pipeline zwischen Bayer-Uerdingen und Dormagen? Gibt es nicht schon viele andere gefährliche Fernleitungen in NRW und niemand regt sich darüber auf? Während Öl bei einem Leck der Leitung das Grundwasser verseucht und brennt, sind Erdgas, Propylen und Kohlenstoffmonoxid (CO) an der Luft hochexplosiv: Allerdings steigt Erdgas schnell in den Himmel und bildet höchstens eine imposante Fackel. Das stark riechende Propylen schleicht – vom Wind getrieben – am Boden entlang in Keller von Häusern und kann diese – wenn nicht vorher gerochen – bei Zündung sprengen. Die grundlegend andere Qualität von CO ist seine extreme Giftigkeit. Während Erdgas und Propylen ungiftig sind, wirkt CO schon bei einer Konzentration von 0,06 % nach ca. einer Stunde tödlich. Kommt dieses CO-Gas morgens aus einem kalten Boden an die warme Luft, dann kriecht es vom Wind getrieben am Boden entlang. Es kann von Menschen nicht bemerkt werden, weil es farblos und geruchlos ist und diese in eine todbringende Ohnmacht versetzt. Unzureichende Sicherheitssysteme Die Landesregierung geht von einer unerkannten Leckrate von 6o m³/h , der Gutachter Falkenhain von 14 m³/h CO aus . Das ergibt 14.000 m³ einer tödlichen 0,1prozentigen Luft-CO-Mischung in einer Stunde! Die Firma Bayer plant, dem CO nicht – wie beim Erdgas üblich – ein stark riechendes Warngas zuzusetzen. Stattdessen installiert sie einen Prüfschlauch über der CO-Leitung. Dieser zeigt ein Leck allerdings frühestens nach 2 bis 24 Stunden an. Er kann unter Wasser, also bei Regen, im strömenden Schicht- und Grundwasser versagen. Dann können die CO-Gasblasen am Prüfschlauch vorbei perlen, ohne ihn je zu erreichen. Fazit: Überflüssige Gefährdung Diese CO-Leitung ist weit gefährlicher als alle bisher gebauten Fernleitungen. Sie ist nicht zwingend notwendig, weil Bayer an beiden Endpunkten bis heute CO produziert und verarbeitet. Es ist untragbar, dass der von Bayer gewünschte flexible Austausch von CO zwischen beiden Standorten für die Landesregierung ein höheres Gut darstellt als die Sicherheit der Bevölkerung.

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