Leserbrief zur CO-Pipeline

CO-Pipeline/WZ-Artikel v.17.8.2007 Leserbrief von Rolf Schleuning (wohnhaft in unmittelbarer Pipeline-Nachbarschaft) Alle Gegner der CO-Pipeline haben sich bislang sachlich und sehr kritisch mit dem Bau der Giftgaspipeline auseinandergesetzt. Leider hat es weder die Fa. Bayer, noch die Landesregierung (schon gar nicht der Ministerpräsident von NRW) und deren Repräsentanten verstanden, uns von der unabwendbaren Notwendigkeit der Giftgas-Pipeline zu überzeugen. Die vorgebrachten Argumente waren nichts anderes als Phrasendrescherei! Die konkret vorgetragenen Sorgen und Ängste der unmittelbar betroffenen Bürgerinnen und Bürger wurden dadurch nicht ausgeräumt. Im Gegenteil die Kommentare der Befürworter haben unsere Befürchtungen bestätigt. Daß sich die Fa. Bayer hinter den Beschlüssen der Landesregierung versteckt, mag ja noch einigermaßen verständlich sein daß sie sich als multinationales Unternehmen ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Natur entzieht, ist dagegen unsozial und unverantwortlich. Dieses Unternehmen hat es verdient, daß seine Produkte auf die schwarze Liste gesetzt und von jedem Verbraucher boykottiert werden! Nicht boykotiert, sondern einfach per Stimmzettel bei der nächsten Landtagswahl abgestraft, gehören die Politiker und Parteien, die sich als “Interessenvertreter” der Fa. Bayer, darstellen. Dazu gehört in erster Linie die SPD (ohnehin im Stimmentief) mit ihrem Regierungspräsidenten Herrn Büssow, die FDP (Herr Ellerbrock aus Duisburg sollte für den nächsten Bayer-Verdienstorden vorgeschlagen werden er hat sich ohnehin schon bei der Plenarsitzung am 14.Juni d.J. disqualifiziert) und die CDU (auch wenn sich einige Politiker für einen Baustopp ausgesprochen haben). Für die Wahrnehmung – zwar spät, aber hoffentlich nicht zu spät – der Bürgerinteressen sei den Verantwortlichen von Bündnis 90/Die Grünen und der BA gedankt. Als Vorbild für alle anderen “Stadtväter” sei besonders positiv noch der Monheimer Bürgermeister, Herr Dr. Dünchheim, erwähnt. Die Stellungnahme der Gewerkschaft Bergbau, Chemie+Energie (BCE) ist eine Unverschämtheit gegenüber den von der CO-Pipeline betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Denkt dort jemand an die Gefahren, die bei einem Störfall eintreten werden ist man sich dort darüber im Klaren, daß bei einem solchen mehr Menschen getötet, als angeblich dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen werden? Tatsache ist, daß durch die Giftgas-Pipeline weder neue Arbeitsplätze geschaffen, noch welche gefährdet sind. Warum also jetzt die “Stimmungsmache” der BCE? Schade, daß sich die Gewerkschaft dafür hergibt! Sachlich, um im Sprachgebrauch von Frau Schlößer (SPD) zu bleiben, haben wir uns um die Definition und Bestätigung der Sicherheitsstandards vergeblich bemüht. Fakt ist, die Sicherheitsstandards existieren vielleicht in der Theorie, sie wurden aber bis zur Stunde nicht im Detail mit den Hilfsorganisationen besprochen. Die CO-Pipeline dient nicht dem Gesamtwohl, sondern gefährdet dieses! Wir fordern das im Grundgesetz verankerte Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit! Wir erwarten, daß die “gewählten Volksvertreter” ihre falsch gefaßten Beschlüsse korrigieren und den Baustopp der Pipeline, den Widerruf der Bau-und Betriebsgenehmigung und des Enteignungsgesetzes beschließen! Nur so läßt sich noch Schaden abwenden und der “Politikverdrossenheit” begegnen.

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