Bürger schreiben an Bayer

Offener Brief von Dr. Jürgen Faisst als Antwort auf das “Anschreiben” von Bayer: Sehr geehrte Damen und Herren, heute habe ich Ihr Schreiben zur CO-Pipeline erhalten und finde es beschämend, wie Bayer nun seine PR-Maschinerie anwirft, um uns hinters Licht zu führen. So schreiben Sie beispielsweise auf dieser Website zum Thema “Wie gefährlich ist das Gas?”: “Kohlenmonoxid ist ein Gas, das der Gefahrstoffverordnung unterliegt.” Ist das etwa eine Antwort auf die Frage, wie gefährlich das Gas ist? Dabei ist die Antwort so einfach: CO ist geruchsneutral, hochgiftig und wirkt tödlich. Offensichtlich geht es Ihnen bei der PR-Kampagne also nicht um Aufklärung, sondern um Verharmlosung. Sie mögen juristisch das Recht zum Bau haben, weil Ihnen die politischen Gremien aus Unwissen, Unvermögen und ohne vorherige öffentliche Diskussion die Genehmigung dazu erteilt haben (Die Strafe hierfür wird sie bei der nächsten Wahl ereilen). Bayer täte jedoch gut daran, den Bau von sich aus zu stoppen und seine PR-Abteilung mit der werbewirksamen Vermarktung des Baustopps zu beauftragen, anstatt uns Bürgern den zweifelhaften Nutzen des Projekts verkaufen zu wollen. Warum bauen Sie nicht einfach die Kapazität der bestehenden CO-Produktion in Uerdingen aus? Das Argument “zu teuer” zählt in Anbetracht der Gefahren und volkswirtschaftlichen Schäden (z.B. Wertminderungen der Grundstücke in Pipeline-Nähe) nicht. Ich habe mich jedenfalls entschieden, bis zum Stopp der Pipeline keine Bayer-Produkte mehr zu kaufen und empfehle das aktiv jedem, mit dem ich über das Thema spreche. Mit freundlichem Gruß Dr. Jürgen Faisst

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