CO-Pipeline: Bayer stellt Stolperfallen auf dem Bolzplatz auf

– Mahnwache trotzdem ein voller Erfolg ! Bayer hatte die Trasse der Giftgas – Leitung über den Bolzplatz bereits vor Beginn unserer Mahnwache mit Markierungspfählen bestückt. Ob das die Mahnwache behindern sollte oder nur den spielenden Kindern als Stolperfalle dienen sollte, wissen wir nicht. Was wir aber zunächst gemacht haben: wir haben die “Baustelle” erst mal ordentlich abgesichert, wie auf den Bildern –Vorher – Nachher – deutlich zu sehen ist. Dafür konnten wir auch auf die tatkräftige Unterstützung unserer jungen Helfer bauen. hier ist der Bildbericht Wie auf den Bildern auch erkennbar ist, haben wir die Vermessungspfähle nur gesichert und nicht angetastet. Bayer hatte es aber wieder nicht für nötig befunden mit einem Bauschild auf die Baustelle hinzuweisen. Nach unseren Sicherungsmaßnahmen konnten wir die Mahnwache gefahrlos starten. Wir hatten mit 100 Teilnehmern gerechnet, aber dass dann fast doppelt so viele kamen, hat uns erfreut und überrascht. Da reichte für das Abspielen des neuen Anti-Pipeline-Liedes unseres Liedermachers Jörg Owsianowski der mitgebrachte Rekorder nicht mehr aus. Aber die Verstärkung über das Megafon machte das Lied auch für die größere Zuhörerschaft hörbar. Das Lied zog sich dann wie ein Leitfaden durch das Programm. Zunächst gab Dieter Donner einen kurzen Bericht über den Verlauf und den Stand der ersten Gerichtsverhandlung von Dienstag und über die dazu durchgeführte Mahnwache auf Gut Blee in Monheim. Mittlerweile ist dies in den Medien ausführ-lich berichtet. Eine Wortmeldungen zu diesem Punkt war, dass Bayer ja eine rechtmäßige Plan-feststellung habe und deswegen nur die Landespolitiker der Adressat unseres Protestes sein könnten. Unsere Position dazu ist, dass die Planfeststellung gerichtlich angefochten wird und jede vorzeitige Besitzeinweisung einen Antrag von Bayer voraussetzt, ehe die Bezirksregierung tätig wird. Deshalb sind sehr wohl Bayer und die Bezirksregierung zu Recht auch Adressaten unseres Protestes. Der kurze Bericht über das Gespräch bei der Bezirksregierung über Anfragen zu Baupannen, den Akteneinsichten zum Notfallszenario und weiteres machten für die Teilnehmer deutlich: von dieser Bezirksregierung sind wirksame Maßnahmen gegenüber Bayer und zum Schutz der betroffenen Bevölkerung nicht zu erwarten. Die Behördenvertreter verstehen sich nach eigenen Worten als Dienstleister der beantragenden Unternehmen. In diesem Bemühen werden Bürger mit Ihren Bedürfnissen und Sicherheitsanforderungen nur als Störfaktor angesehen. (siehe weiter unten “Gespräch bei der Bezirksregierung”) Die nächsten Programmpunkte der Mahnwache waren die Vorstellung des Plakatbildes des Hildener Künstlers Willi Bitter. Auf diesem Bild stellt Bitter den Aufschrei der Menschen in Ihrem Protest dar und unterschreibt dies mit der Aufforderung: SCHREI SOLANGE DU KANNST. Ulli Münsterberg übergab 27 Unterschriften und einen Seeräuber-Wimpel mit Totenkopf aus der Fangemeinde des FC. St. Pauli Hamburg. Er hat auf seiner Homepage “Aus der Rubrik, Dinge, die Hilden nicht braucht ! Meinungen und Stimmen zu dem Pipeline – Projekt bis nach Hamburg und auf die britischen Inseln getragen. Das Schlusswort nutzte Marlis Elsen, die Initiatorin dieser Mahnwache, zu einem Appell an Bayer, die Bezirksregierung und die Landespolitiker den Bau der Giftgas-Leitung unverzüglich zu stoppen und damit endlich einen Beitrag zum Rechts- und Landfrieden zu leisten. Gespräch bei der Bezirksregierung: – Donnerstag dieser Woche – Zu den Baupannen von Bayer: Eine Anzeige zu machen erübrigt sich. Denn unser Gespräch bei der Bezirksregierung hatte folgende Aussage der Bezirksregierung erbracht Wenn bei dem Bayer-Pipeline – Projekt die Autobahn angehoben wird und damit faktisch ein “gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr” erfolgt, tut die Bezirksregierung überhaupt nichts! Denn strafrechtlich ist ohnehin der ausführende Unternehmer haftbar zu machen. Auch die Eignung von Bayer als Projektführer will die Bezirksregierung gar nicht prüfen Bayer ist als Bayer toll und Bayer hat die Eignung offensichtlich immer und für alle Zeiten. Soviel zur Bauüberwachung bei einem Giftgas-Projekt und das vergleichen Sie bitte mal mit der Bauüberwachung, die Sie erleben, wenn Sie einen Hausanbau machen? Bayer ist eben doch gleicher als alle anderen ! Zu dem FFH- Gebiet Überanger Mark: Bayer hat von der Bezirksregierung für den Eingriff während der Verbotsperiode eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Das kostete Bayer ein Gutachten zur Artenschutzverträglichkeit der Baumassnahmen. Dies nur als kurzer Vorbericht eine ausführliche Pressemitteilung kommt nach Vorliegen der offiziellen, schriftlichen Stellungnahme der Bezirksregierung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.