CO-Pipeline: Bayer bleibt seiner Linie treu

– Menschen werden für dumm verkauft? Bayer bleibt seiner Linie treu und produziert auch weiterhin Schlagzeilen mit Scheinargumenten für die Sicherheit seiner Kohlenmonoxid-Pipeline. Bayer will also die Giftgas-Pipeline nicht – wie in der jüngsten “Bürgerinformation” verkündet – mit 13,5 bar betreiben. Dass die Leitung mit 19 bar betrieben werden soll, steht bereits in den Antragsunterlagen von 2004. Das gibt BAYER jetzt auch öffentlich zu und will das den betroffenen Bürgern und der staunenden Öffentlichkeit als Zugeständnis und neues “Angebot” verkaufen. Aber das ist tatsächlich nur eine neue “Mogelpackung” und so neu ist das auch gar nicht. Denn schon auf der Diskussionsveranstaltung am 19.07.2007 in Monheim hatte sich Projektleiter Werner Breuer verplappert. Er wollte den – im Planfeststellungsbeschluss – genehmigten Druck von 40 bar damals relativieren und hatte da schon auf die Einspeisung mit einem Überdruck von nur 19 bar im Gegensatz zu möglichen 40 bar verwiesen. Aber auch damals war das kein “Zugeständnis” von Bayer. Nach den eigenen Aussagen von Breuer gab es schlicht und einfach keine Zulassung für einen höheren Druck der Einspeise-vorrichtungen in Dormagen durch den TÜV. Der zugelassene Druck wird aber zu 100 % mit dem geplanten Einspeisedruck ausgenutzt. Die Verpflichtung zur Schulung der örtlichen Feuerwehren ergibt sich aus der Rohrfernleitungsverordnung und der Technischen Regel für Rohrfernleitungen. Danach sind mit den örtlichen Feuerwehren in regelmäßigen Abständen von maximal zwei Jahren Notfallübungen durchzuführen. Diese Verpflichtung wurde der BMS auch im Planfeststellungsbeschluss vom 14.02.2007 aufgegeben. (Ziffer 6.2.116: Entsprechend § 8 Abs. 2 Satz 2 Rohrfernleitungsverordnung i.V.m. Ziffer 12.6.4 Teil 1 der TRFL ist in regelmäßigen Abständen von maximal 2 Jahren eine Notfallübung auf der Grundlage der Alarm- und Gefahrenabwehrpläne durchzuführen. Die Notfallübung ist in Zusammenarbeit mit den zuständi-gen Katastrophenschutzbehörden, Feuerwehren, der Polizei und bei Bedarf mit anderen geeigneten Hilfsorganisationen vorzubereiten und unter deren Beteiligung durchzuführen. Die Notfallübung hat sich auf alle Gemeindegebiete zu beziehen, durch die die Rohrfernleitung verläuft). Unverständlich ist es der Bürgerinitiative “Bau-Stopp der Bayer-Pipeline”, wie es das Unternehmen mit derart banalen Informationen auf die Titelseiten der regionalen Medien schaffen kann. Deshalb raten wir: Lassen Sie sich nicht durch Bayer-Sprüche verwirren. Warten Sie die sachbezogenen Pressemitteilungen unserer Initiative ab und bilden Sie sich dann Ihre Meinung.

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