CO-Pipeline : Staatsanwalt ermittelt

PIPELINE. Trotz Anordnung wurde an einer illegalen Mülldeponie am Hoxbach weiter für die Giftgas-Röhre gebuddelt. Strafverfahren gegen Baufirma eingeleitet. 10 000 Euro Strafe für Bayer. HILDEN. Weil bei Bauarbeiten für die umstrittene CO-Pipeline der Firma Bayer im Bereich Im Loch/An der Biebelskirch illegal abgelagerter Müll gefunden wurde, hatte die Bodenschutzbehörde des Kreises Mettmann die Baustelle stillgelegt (NRZ berichtete). Doch diese Anordnung wurde von der ausführenden Baufirma offenbar ignoriert. Bei einer Überprüfung der Baustelle vorgestern durch den Kreis, die Bezirksregierung und das Umweltkommissariat der Kripo wurde festgestellt, dass an der stillgelegten Baustelle nahe der A 3 trotz behördlicher Anordnung weiter gebuddelt wurde. So mussten die Behörden-Vertreter beobachten, wie ein Bagger aus der Grube mit Müll durchsetzte Erde ausgehoben hatte. Außerdem wurde Grundwasser aus der Grube mit dem Müll in den naheliegenden Hoxbach gepumpt. Thomas Dinkelmann von der Abfallbehörde des Kreises reagierte sofort: Noch vor Ort wurde die Baustelle erneut stillgelegt. Anschließend wurde ein Strafverfahren gegen die Baufirma eingeleitet, unter anderem wegen “umweltgefährdender Gewässerverunreinigung”. Die Staatsanwalt hat jetzt die Ermittlungen übernommen. In einer Ordnungsverfügung des Kreises wurde Bayer als Bauträger außerdem dazu verdonnert, 10 000 Euro zu zahlen. Diese Summe wurde bei der ersten Stilllegung für den Fall festgelegt, dass trotz Anordnung weiter gebuddelt wird. Bayer tat sich gestern mit einer Stellungnahme in dieser Angelegenheit schwer. Offiziell wusste das Unternehmen bis gestern nur durch Presseanfragen von den neuen Vorwürfen. “Wir haben keine Hinweise, dass uns etwas vorgeworfen wird”, so ein Sprecher. Die Angelegenheit werde aber hausintern geprüft. Inzwischen gibt es vom Kreis auch schwere Vorwürfe bei einer Erkrather Pipeline-Baustelle. Auch wurde ein Strafverfahren eingeleitet. 19.10.2007 GÖTZ MIDDELDORF Quelle: NRZ

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