Bayer zieht Beklopfen der Leitung zurück

– Ausstellung zu Schrottbaustellen unter Polizeischutz? Als wir für die Hildener Initiative “Bau-Stopp der Bayer-Pipeline” gegen 9 Uhr am Samstag, 20. Oktober zu unserem zugewiesenen Platz vor dem Rathaus-Center kamen, war Bayer schon lange da. Während Bayer zwei 7,5 Tonner zur Anfahrt der Ausstellung bemühen musste, reichten uns zwei Fahrräder mit Anhänger aus. Da staunten die Leute nicht schlecht, welch eine eindrucksvolle Ausstellung dort geladen war. Sogar ein mannsgroßer, schwarzer Sarg mit dem Spruch “Kein Leben für Bayer-Profit” fand noch Platz. Dazu 10 Plakatständer mit Information zu der Giftgas-Pipeline und vor allem mit aktuellen Bildern von den Bayer-Baustellen. Dabei standen die nassen Füße der Pipeline und die Rostpartien entlang der Trasse in krassem Gegensatz zu den offiziell bei Presseterminen von Bayer vorgestellten Vorzeigeabschnitte. Unerwarteten Besuch bekamen wir kurz vor der Eröffnung der Bayer-Ausstellung. Drei Polizeiwagen mit Besatzung erschienen zum Schutz der Ausstellung (en?) und der Einsatzleiter wollte die von uns in der Nähe des Bayer-Zeltes abgestellten Fahrräder mit Anhänger gerne von dort entfernt sehen. Wir konnten aber in einem freundlichen und konstruktiven Gespräch die Ordnungskräfte davon überzeugen, dass diese für Hildener Verhältnisse durchaus normal in der Fußgängerzone geparkt waren. Auch die auf den Anhängern platzierten Plakate wurden als “normale” Ausstattung unserer Protest-Fahrräder letztlich akzeptiert. Letztlich war für uns nicht zu klären, ob Bayer diesen Schutz – teilweise in Demonstrationsausrüstung mit Schlagstöcken – angefordert hatte, aber denkbar, da man sich wohl gerade indem stark betroffenen Hilden – mit 43.000 Bürgern in der Gefährdungszone – auf ganz erheblichen Widerspruch einstellen musste. Als Dieter Donner versuchte, ausgestattet mit Arbeitshandschuhen, Gehörschutz und einem Fünf-Kilo-Vorschlaghammer den von Bayer beworbenen Pipeline-Klopftest zu machen, kam er nur bis zu dem von Bayer selbst organisierten Sicherheitspersonal. Aber es gelang letztlich zumindest, Bayer-Pressesprecher Drehsen vor das Zelt zu bewegen, um wenigstens den Hammer in Augenschein zu nehmen. Während Bayer in seinem Zelt doch in erhebliche Argumentationsnöte kam, erhielten wir große Unterstützung, die sich auch in mehr als 500 Unterschriften dokumentierten. Zusätzlich konnten wir die Hildener zur geplanten Großdemo am 3.11. in Düsseldorf animieren. Hier der Bildbericht von Samstag und Bilder unserer Dokumentation Noch mehr Bilder

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