UWG-ME: “Kommt die Pipeline, gehen die Arbeitsplätze”

Stellenabbau bei Bayer trotz Rekordzahlen “Hinsichtlich seiner Giftgasleitung verdient der Bayer-Konzern nicht den geringsten Vertrauensvorschuss.” Mit dieser Auffassung sieht die Vereinigung der freien und unabhängigen Wählergemeinschaften im Kreis Mettmann (UWG-ME) nach den vielen Pannen beim Bau der CO-Pipeline in den letzten Wochen ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Risiko-Projekt bestätigt. Doch die zahlreichen Zwischenfälle beim Enteignungsverfahren und der schlampige Umgang mit der Bauausführung – bis zur Missachtung von behördlichen Sicherheitsauflagen im Zusammenhang mit einer Altlast in Hilden – seien offensichtlich noch nicht das Ende. Als “total verlogen”, so die UWG-ME, entpuppe sich jetzt das Argument, das Unternehmen wolle mit der Pipeline Arbeitsplätze schaffen. Damit war bisher auch von Ministerpräsident Rüttgers und den Landtagsabgeordneten das Gemeinwohl gerechtfertigt worden. In einer aktuellen Verlautbarung habe jedoch Bayer-Vorstandschef Werner Wenning gerade den Abbau von 500 Stellen bei der für die Kohlenmonoxydleitung zuständigen Konzerntochter Bayer Material Science (BMS) angekündigt. “Kommt die Pipeline, verschwinden die Arbeitsplätze”, behauptet die UWG-ME gegenüber der Presse. Gleichzeitig prognostiziere der Konzernchef “Rekordzahlen” für das Unternehmensergebnis. Für die UWG-ME “ein Schlag ins Gesicht all jener, deren Grundstücke entlang der Leitungstrasse einen gewaltigen Werteverlust erleiden.” Während Bayer sich mit glänzenden Ergebnissen brüste, sähen sich die Eigentümer im Risikokorridor der Giftrohre um ihr Vermögen gebracht. “Dies ist aus Sicht der Wählergemeinschaften im Kreis Mettmann nicht hinnehmbar. Wir erwarten, dass Bayer aus seinen Rekordergebnissen einen Ausgleichsfonds auflegt, aus dem die hohen Wertverluste insbesondere privater Grundeigentümer entschädigt werden.”

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