CO-Pipeline: Wer will die Initiative in Mißkredit bringen?

Da muss ernsthaft nachgefragt werden, wer ein Interesse daran hat, die Bürgerinitiative “Bau-Stopp der Bayer-Pipeline” zu diskreditieren! War es für manche Leute bei den Aktionen der Initiative zu friedlich? Keine negativen Schlagzeilen, die Bürger verschrecken könnte? Stimmt! Immer alles brav nach den Buchstaben des Gesetzes geregelt. Kein Chaos, keine Chaoten – da kann der brave Bürger sich solidarisch erklären und mitmachen, den Protest unterschreiben, zur Demo gehen, bei Mahnwachen dabei sein! Und so macht die Initiative auch weiterhin ihre Schlagzeilen – mit friedlichem Bürgerprotest. Da können uns auch Meldungen, wie die von Radio Neandertal, nicht von abbringen. Zitat Radio Neandertal (Internet) vom 28.01.2008: Demonstranten legen für 2 Stunden Pipelinebaustelle in Erkrath lahm Rund 20 Pipeline-Gegner haben heute morgen mit einer Sitzblockade den Weiterbau der CO-Leitung in Erkrath gestoppt. Für knapp 2 Stunden standen die Bagger in Unterfeldhaus still. Durch die Demonstranten waren die Arbeiter nämlich nicht auf das Gelände gekommen. Das wiederum hatte die Polizei auf den Plan gerufen – sie rückte mit vier Streifenwagen an und beendete den Streik. Bayer darf – nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster die Kohlenmonoxid-Pipeline zwar vorläuft nicht in Betrieb nehmen – sie darf aber weiter gebaut werden. Wer hat eigentlich Radio Neandertal über den “Sitzstreik” informiert? Und die Polizei reagiert auf Meldungen von Radio Neandertal… Zitat aus RP Erkrath vom 31.01.2008: In der Tat ist Kenntnis von der Zusammenkunft, bei der beobachtet werden sollte, ob bei anstehenden Baggerarbeiten der Firma Bayer im Zusammenhang mit der CO-Leitung die von Protestlern aufgestellten Kreuze beschädigt würden, erhielt die Polizei nach eigener Darstellung über Radio Neandertal. Was denn nun? Sitzstreik oder bereitwillig Platz gemacht? Zitat RP Erkrath 29.01.2008 Derweil hatte der Bagger an der Max-Planck-Straße in Unterfeldhaus eine kleine Grube ausgehoben. Die Polizei beobachtete mit einigen Einsatzkräften das Geschehen. Mit dabei auch Polizeihauptkommissar Werner Heidrich, Leiter der Kreispolizeibehörde. Er gehe davon aus, dass niemand an einer Eskalation interessiert sei, sagte er, und erläuterte nach einem Gespräch mit den Bauarbeitern deren geplantes Vorgehen, zu dem dann die Demonstranten bereitwillig Platz machten. Geht dieser Schuss jetzt nach hinten los? Wir zumindest schmunzeln mit RA Guido Wacker. Zitat aus WZ vom 31.01.2008: Der Erkrather Rechtsanwalt Guido Wacker, der nun Wolfgang Cüppers vertritt, kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. “Der ganze Vorfall ist doch mehr Rauch als Feuer und wird viel zu hoch gehangen. Die Polizei hat doch auch ein Ordnungsrecht. Warum hat sie nicht einen Platzverweis ausgesprochen?” Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen! Quintessenz: Da scheint doch die Telefonkette besonders gut funktioniert zu haben. Sie kennen die Telefonkette noch nicht? Ganz einfach – Vorwerk-Mitarbeiter sieht fremdes Gesicht – Vorwerk-Mitarbeiter ruft Bauleiter an – Bauleiter ruft Pressestelle von Bayer an – die reagieren… Preisfrage: wer hat bei Radio Neandertal angerufen? Und hier die Presselinks zu den Zitaten: Mahnwache der Pipeline-Gegner RP vom 29.01.2008 Polizei hat Cüppers angezeigt RP vom 31.01.2008 Versammlungsgesetz: Anzeige gegen Pipeline-Gegner WZ vom 31.01.2008

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