Wandern gegen die CO-Pipeline in Düsseldorf

Wetterbericht als Maßstab für den Pipeline-Bau? Bürgerinitiative untersuchte Behauptungen von Bayer Mit genauen Beobachtungen an sechs Standorten gingen Vertreter der Bürgerinitiativen gegen den Bau der Bayer-Kohlenmonoxid-Pipeline der Frage nach, wie der Chemie-Konzern mit den Bedenken der Bürger umgeht. Seit Monaten ruht zum Beispiel der Bau der Pipeline in Düsseldorf im Bereich des Dahlhofbaches. Dabei sollte die CO-Rohrleitung längst fertig sein. Die Vermutung vieler Bürger: Da stimmt etwas nicht. Im Gerresheimer Rathaus hatte Uwe Koopmann gefragt: “Welche Ursachen haben zur Verzögerung der Bauarbeiten bei der Überquerung der CO-Pipeline von Bayer über den Dahlhofbach geführt?” Die Antwort des Bauverwaltungsamtes: Über die zeitlichen Vorgaben für diese Querung und die dazu gehörenden Baumaßnahmen lägen keine Informationen vor. Frage 2: Wann werden die Arbeiten an dieser Stelle beendet? Antwort: Informationen liegen nicht vor. Frage 3: Welche baulichen Sicherheitsmaßnahmen gibt es angesichts der besonderen Gefährdung durch die topografischen Bedingungen? Erneute Antwort: Informationen liegen nicht vor. Koopmann wurde beschieden, er solle sich an die für die Überwachung der Baustelle zuständige Bezirksregierung Düsseldorf wenden. Oder gleich an Bayer. Koopmann schrieb an die Behörde und an den Konzern. Die Behörde hat nicht geantwortet – der Konzern schon. Die Antwort vom 7. März von der “Bayer Material Science – Science For A Better Life” erstaunte allerdings am 9. März, dem giftgasfreien Wandertag an der CO-Giftgas-Pipeline, alle Teilnehmer aus Düsseldorf, Erkrath, Hilden und Monheim: “Grund der Bauunterbrechung war die damalige Witterungslage. Wir werden die Arbeiten in nächster Zeit – abgestimmt auf den Baufortschritt der Gesamtstrecke – wieder aufnehmen.” Koopmann: “Da sich die Witterungslage seit der Bauunterbrechung überhaupt nicht generell geändert hat, müssten wir davon ausgehen, dass Bayer sofort die Finger von der Pipeline lässt. Es ist nicht kälter geworden, es ist nicht wärmer geworden. Es hat nicht mehr geregnet und es hat nicht weniger geregnet. Und der Wind wird die Pipeline wohl kaum zum Platzen bringen. Wir könnten uns durch eine solche Antwort von Bayer auf den Arm genommen fühlen – wenn wir eine substantiierte Antwort erwartet hätten.” Auch zur Gefährdung durch die spezielle Hanglage am Dahlhofbach hat Bayer eine “Antwort”: “Die Baumaßnahme – dort, wie an der gesamten Strecke – werden nach dem Stand der Technik und entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen umgesetzt.” Uwe Koopmann: “Die Antworten sind so “überzeugend’, dass nur die Frage nachbleibt, warum die Arbeiten überhaupt unterbrochen wurden…” Bericht: Gerry Kuss Hier ein paar Bilder vom Spaziergang

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