CO-Pipeline: Bayer oder Bürger?

Diese Pressemitteilung der Bezirksregierung offenbart einmal mehr, für welche Seite das Herz der Bezirksregierung wirklich schlägt. Besorgte Bürger zeigen seit Monaten Missstände in der Bauausführung und Baustellensicherung an. Auf eine inhaltliche Antwort warten sie vergeblich. Statt dessen wird ihnen nun eine Mitschuld an den Zuständen unterstellt. Ein sehr durchsichtiges Manöver, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken. Die Bezirksregierung erlaubt Bayer und den bauausführenden Firmen, ein Loch nach dem anderen aufzureißen. Die zwangsläufige Folge: Die Überwachung einer 67 km langen Baustelle erfordert besondere Anstrengungen. Die Alternative wäre: Graben ausheben – Leitung verlegen – Graben schließen – Fläche rekultivieren – Baustelle zügig räumen. Vorteil: der Überwachungsaufwand wäre überschaubar und die Anfälligkeit für Vandalismus beschränkt. Zum Troste sei der Bezirksregierung aber eines versichert: Die bauausführenden Firmen wissen sehr wohl, was an ihren Schrott-Baustellen los ist. Zwei Beispiele: Die völlig sinnlose Räumung der Mahnwache in Erkrath dauerte gerade einmal 1 Woche. Ein Protestplakat in Hilden wurde innerhalb von 10 Stunden nach der Aufstellung an der Baustelle vom verantwortlichen Bauleiter fotografiert. Es ist daher naheliegend, dass die Baufirma auch defekte Absicherungen frühzeitig feststellt. Vielleicht sollte die Bezirksregierung den Druck auf Bayer einfach mal erhöhen. Darauf warten die Bürger schon seit Monaten.

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