Bürgerbegehren “Unsere Stadtwerke: Kein Verkauf!”: Der Investor möchte Recht außer Kraft setzen

Markus Schmidt ist Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf AG und möchte gerne 49,9 % der Hildener Stadtwerke aufkaufen. Das wäre ein ganz schönes Alleinversorgungsgebiet, was er sich und EnBW damit beschafft! Erst Monheim, jetzt Hilden und was noch? Dazu passt ins Bild, was er bei der Podiumsdiskussion am 10. Juni 2008 zum Thema “Grundlastversorgung ohne Kohle und Atomkraft?” im Düsseldorfer Rathaus kundgetan hat. Wir haben für den BUND Hilden, der auch Unterstützer von ASTR/(H)EIN ist, eine Initiative gegen Kohlekraftwerke im Rheinland – an dieser Veranstaltung als Beobachter teilgenommen. Nach Professor Uwe Leprich von der saarländischen Hochschule für Technik und Wirtschaft gibt es nur eine sinnvolle Antwort: Er forderte eine Reduktion der Grundlastkraftwerke und eine stärkere Einbeziehung, alternativer Energien. Das sieht auch die Bundespolitik so: “Wer 2010 noch ein Kohlekraftwerk baut, sollte richtig kalkulieren. Es könnte sein, dass das Werk frühzeitig vom Netz genommen werden muss.” Das gefiel Schmidt ganz und gar nicht und er stellte dann in der Diskussion völlig überraschend und fast beiläufig die Frage, “ob es nicht an der Zeit wäre, das Bundeskartellamt abzuschaffen?” So stellt sich der Chef des empfohlenen zukünftigen “Strategischen Partner” also den Wettbewerb vor. Möglichst keine Kontrolle mehr durch eine Aufsichtsbehörde und dann schalten und walten können wie im “Wilden Westen” – ganz wie Börse und Kapitalmarkt es erwarten? Wir sollten als Hildner Bürgerinnen und Bürger äußerst wachsam sein und das Bürgerbegehren zum Erfolg führen, sonst laufen wir Gefahr, dass unsere Interessen ganz gehörig unter die Räder kommen. Machen Sie mit und wehren Sie sich! Dieter Donner, Sprecher im BUND Hilden

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