Bayer kauft sich auf CDU-Parteitag ein

– Initiative durch Saalschutz auf Distanz gehalten! Der Beginn unserer Mini-Demo vor den CDU-Delegierten war erfreulich. Das Wetter war zwar nicht gut, aber die Polizeibeamten waren zuvorkommend und freundlich. Unser Banner “CO-Pipeline ist TODsicher” war gut sichtbar an der Zufahrt zum Parteitagsgelände aufgestellt und der Aufmerksamkeit aller Besucher sicher. Aber der Hallenchef der Westfalenhallen GmbH hatte wohl zwischenzeitlich Order erhalten, dem Protest nicht diesen Raum zu geben: So musste das Banner – zwar von der Polizei begutachtet und genehmigt – entfernt werden, da es “auf dem Gelände der Westfalen-Halle” platziert wäre. Das war schon ein Beispiel für ein seltsames Demokratieverständnis der Veranstalter und Organisatoren. Warum diese Aktion gegen die Pipeline-Kritiker? Bayer hatte sich als eines von mehreren DAX-Unternehmen auf dem Parteitag der CDU eingekauft. Bei soviel Polit-Sponsoring war kein Platz für Kritiker, weder in der Halle noch auf dem riesigen Außengelände der Westfalenhallen. Da war es dann kaum noch verwunderlich, dass Bayers Kommunikationschef Seegers – mit offiziellem CDU und Bayer- Namensschild ausgestattet – Infos an die ankommenden Delegierten und Gäste verteilte. Hier unsere Sicht der Dinge Die in unserer Initiative mitarbeitenden CDU-Leute waren entsetzt, ob dieser Parteinahme auf einem eigentlich pluralistisch und demokratisch zu organisierenden Parteitag einer Volkspartei. Auch Ministerpräsident Jürgen Rüttgers rauschte Zeitung lesend an den Kritikern vorbei und wollte keine kritischen Fakten zur CO-Pipeline wahrnehmen.

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