Vertrauen auf sichere Pipeline?

Leserbrief von Klaus de Leuw Gab es nicht kürzlich noch die Bitte, die Diskussion zu “versachlichen”? Versteht Bayer unter Versachlichung, die angeblich ernst genommenen Sorgen der Bürger auf “laienhafte Interpretation” zurückzuführen? Nun zu den Fakten: Mit viel Tam-Tam demonstrierte Bayer im vergangenen Jahr vor der Presse, wie Pipelinerohre fachgerecht verschweißt werden. Danach wurden viele Schweißarbeiten durch Bürgerinnen und Bürger beobachtet, die völlig anders abliefen. Wenn diese Arbeiten ebenfalls fachgerecht durchgeführt wurden, warum dann die Präsentation eines viel aufwendigeren Verfahrens? Auf den Baustellen wurde tagtäglich gegen den Planfeststellungsbeschuss verstoßen. So wurden z. B. die Maschinen nicht wie vorgeschrieben auf speziellen Unterlagen (zum Schutz des Erdreichs vor Betriebsstoffen) geparkt, sondern auf dem nackten Erdreich. Zwei ebenfalls verbotene Betankungen eines Baggers direkt auf der Baustelle habe ich auch beobachtet, da benötige ich keinen “Fachmann”, um als Laie die Verstöße zu erkennen. Wenn beim Bau bereits gegen relativ leicht einzuhaltende Vorschriften verstoßen wird, warum soll ich dann das Vertrauen haben, dass beim Betrieb alles korrekt und sicher abläuft und nicht nur auf kurzfristigen Profit geschaut wird?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.