BUND PRESSEinformation 06/09: NRW-Äcker bleiben im Jahr 2009 gentechnikfrei

Landwirtschaft/Gentechnik BUND begrüßt: NRW-Äcker bleiben im Jahr 2009 gentechnikfrei Düsseldorf, 05.02.09 – “In diesem Jahr gibt es in Nordrhein-Westfalen keinen Anbau von Genmais”, so die Einschätzung des NRW-Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Bis zum heutigen Tage vermeldet das amtliche Standortregister keine Anbaufläche in NRW. Da eine solche Meldung jedoch bis spätestens drei Monate vor der Aussaat gesetzlich vorgeschrieben ist, geht der BUND davon aus, dass die NRW-Äcker im Jahr 2009 gentechnikfrei bleiben. Auch erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass es wie in den Vorjahren in Werne/Kreis Unna eine so genannte Freisetzung, also einen Forschungsanbau gibt. Nachdem in Werne die 10-jährige Genehmigung Ende letzen Jahres ausgelaufen ist, liegt offenbar keine Neubeantragung vor. Die Nachfrage nach genmanipuliertem Saatgut liegt demnach bei den Bauern im Lande bereits im zweiten Jahr in Folge bei “Null’. Der BUND begrüßt diese Entwicklung und wertet sie auch als Erfolg der vielfältigen genkritischen Aktivitäten im Land: “Überall dort, wo in den letzten Jahren Genmais angebaut wurde, haben sich Bauern, Umweltschützer, Imker und viele andere zu Protesten zusammengeschlossen”, sagt der stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Friedrich Ostendorff. Der Großteil der Verbraucher lehne genmanipulierte Lebensmittel strikt ab, der Lebensmittelhandel möchte keine “Ladenhüter’ in den Regalen und die heimischen Bauern hätten vom Gentechanbau keine Vorteile. Gleich mehrere nordrhein-westfälische Ölmühlen, darunter die größte deutsche Ölmühle Brökelmann in Hamm haben erklärt, dass sie Ernten mit Gentech-Rückständen von der Verarbeitung ausschließen. Insofern sei der Anbauverzicht aus BUND-Sicht nur konsequent.

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