Verantwortungslose Verantwortung

Was macht man mit Verantwortung, die man nicht tragen will oder nicht tragen kann? Die Verantwortung wird delegiert – wenn es sein muss solange bis der Bock zum Gärter wird… Äußerst bedenklich! Wofür werden Verordnungen erlassen, wenn es so einfach ist, die Verantwortung doch lieber nicht zu übernehmen? Zitat aus Pressemitteilung RP Lindlar (Köln): Technische Aufsicht: Das Land Nordrhein-Westfalen hat gem. § 5 der Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BoStrab) i.V.m. § 2 Abs. 2 der entsprechenden Zuständigkeitsverordnung für das Land NRW die Bezirksregierung Düsseldorf zur technischen Aufsichtsbehörde von Planfeststellungsbeschlüssen nach PBefG bestimmt. Gesamte Pressemitteilung Und so schnell war die Behörde Büssow die Verantwortung für den U-Bahnbau in Köln wieder los: Im Planfestellungsbeschluss vom 30. April 2002 aber wurde sogleich festgelegt, dass die Aufsicht auf die Stadt Köln, in diesem Fall die KVB übertragen werde. Und die wiederum, gestand KVB-Vorstand Walter Reinarz laut Teilnehmerangaben auf der Aufsichtsratssitzung am Dienstag, hätten die Bauaufsicht ihrerseits an die ausführenden Firmen übertragen. Wer baut, beaufsichtigt sich gleich selbst. So praktisch ist das in Köln. Die KVB ließ im Übrigen eine entsprechende Recherche-Anfrage der SZ unbeantwortet. Zitat SZ vom 17.03.2009 – hier der Link zum Artikel: Einsturz aller Gewissheiten So schnell wird der Bock zum Gärtner… Das hatte tags zuvor auch schon die WZ gemeldet: Zitat WZ: Die Bauaufsicht aber lag laut Baudezernent Bernd Streitberger ursprünglich bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Diese habe sie an die Stadt Köln delegiert, welche sie dann der KVB weiter übertragen habe. Streitberger: “Ich gehe davon aus, dass die KVB sie an die Baufirma weitergegeben hat.” Hickhack um Bauaufsicht Kölscher Klüngel mit Düsseldorfer Unterstützung. Auch beim Bau der CO-Pipeline soll es schon Zweifel an der Bauausführung und an der Bauüberwachung durch die Bezirksregierung Düsseldorf gegeben haben. Mögen die Gerichte verhindern, dass jemals Kohlenmonoxid durch die Bayer-Pipeline strömt! Ach ja – das hatten wir ja fast schon vergessen: noch könnten ja auch verantwortungsvolle Landtagsabgeordnete aktiv werden und das Lex Bayer kippen…

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