CO-Pipeline im Umweltausschuss

Etwas weniger Kasperletheater als in früheren Sitzungen aber letztendlich ohne Ergebnis Auffällig : Als Experten geladen haben sowohl Dr. Hinderer (BMS) als auch Herr Bast (Wingas) Unterstützung mitgebracht. Da wollte wohl Wingas mit dem Exminister Schwanhold so richtig Eindruck schinden… Außer den üblichen Lobhudeleien auf die eigenen Firma war von Wingas nur zu erfahren, dass Fehler gemacht wurden und Personal ausgetauscht wurde. Ob dies nur “Bauernopfer” waren oder mehr dahinter steckt blieb ihr Geheimnis. MdL Ellerbrock (FDP) versucht (wieder mal) mit scharfen Sprüchen gegen Bayer die Initiative einzulullen. Mit kleinen Mosaik-Steinchen versucht er (wieder mal) die Initiative zu der Aussage zu bewegen: Wenn nur dieser kleine Teil ordentlich erledigt ist wird die Initiative schweigen. Ohne Erfolg! MdL Kress (CDU) versucht Brücken zu CO² zu schlagen und will von der Initiative wissen, ob auch gegen eine CO²-Pipeline Bedenken bestehen. Da war doch wohl der Hintergedanke diese Pipeline, wenn die Wogen geglättet sind, umzuwidmen… Selbiges hat ja schon mal zwischen Leverkusen nach Dormagen funktioniert. Diese K/Brücke war aber mit BMS vorher nicht abgesprochen und Bayer erklärt weitschweifig, dass dies keine Lösung darstelle. Bayer beschränkt sich mal wieder auf die übliche Polemik und die Drohgebärden zur angeblichen Industriefeindlichkeit und die Betonung der Wichtigkeit des Projekts. Klare Aussagen kamen da nicht. Auch nicht auf explizite Nachfrage zur Nachbesserung bei der um 25% reduzierten GeoGrid-Matte. Die Betonung, alle Auflagen zu erfüllen, geht einem langsam auf den Senkel. Warum in drei Teufels Namen haben sie das nicht gemacht??? Welche Auflagen sind überhaupt gemeint? Die Auflagen standen im Planfeststellungsbeschluss! Die willfährig erteilten nachträglichen Änderungen zum PFB können doch wohl nicht ernsthaft gemeint sein. Toll auch die Behauptung von Dr. Hinderer, dass der AGAP bereits mit der Bezirksregierung abgestimmt ist. Was ist mit den Feuerwehren vor Ort? Die brauchen sicher nichts zu wissen. Helfen können sie beim GAU sowieso nicht! Und selbst wenn sie es könnten, wo sollen die betroffenen Menschen behandelt werden? Dann sind Druckkammern gefragt, die es nur ganz unzureichend gibt: Zitat WDR nach CO-Unfall in Remscheid: CO-Patienten noch in der Druckkammer Nach dem gestrigen Kohlenmonoxid-Unfall in Remscheid sind noch vier Firmenmitarbeiter in einer Düsseldorfer Spezialklinik in Behandlung. Wie der zuständige Arzt mitteilte, müssen sie noch bis morgen (25.02.10) in einer speziellen Druckkammer behandelt werden. Die Düsseldorfer Druckkammer ist die einzige in Nordrhein-Westfalen. Mit acht Plätzen ist sie nahezu immer ausgelastet. Noch Fragen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.