Rheinische Post – unabhängig kritisch überparteilich??

Wann haben Sie zuletzt die Titelseite der Rheinischen Post aufmerksam betrachtet? Tun Sie es mal und Ihnen wird auffallen, dass unter “Rheinischer Post” nicht oder nicht mehr steht “Unabhängig Kritisch Überparteilich”. Nur unter dieser Prämisse – nämlich eben nicht unabhängig, kritisch und überparteilich – können in einer Tageszeitung Artikel und Kommentare von Frau Antje Höning (Leitung Ressort Wirtschaft) erscheinen. Nein – wir erwarten keinesfalls, dass alle unserer Meinung sind! Wir erwarten Sachlichkeit. Und wir erwarten selbst von der Leiterin der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post, bei der Wahrheit zu bleiben! Zitate RP Kommentar: Beim Bau der Kohlenmonoxid-Pipeline hat Bayer gespart – nicht an Sicherheit, wie die Gegner gerne behaupten, sondern an Kommunikation. Der Konzern habe unterschätzt, wie wichtig offene Kommunikation ist, hatte selbst Christa Thoben, die Pipeline-freundliche Wirtschaftsministerin, kritisiert. Für die einstige Verkleinerung der Schutzmatten, die die Röhre vor unvorsichtigen Baggern schützen sollen, gab es gute Gründe. Woher kennt Frau Antje die Gründe, die so gut sein sollen und doch nicht kommuniziert werden? Doch Bayer erklärte sie nicht. Kein Wunder, dass das auch das Verwaltungsgericht bei der Verhandlung über Bayers Eilantrag beanstandete. Da dieses Gericht auch endgültig entscheiden wird, ob die Pipeline jemals in Betrieb geht, rüstet Bayer nun nach. Einmal genau die PM von Bayer lesen! Zitat PM Bayer: Mit der Umsetzung soll jedoch erst begonnen werden, wenn der Änderungsantrag von der Bezirksregierung genehmigt wurde und eine positive Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf zum derzeit dort anhängigen Hauptsacheverfahren vorliegt. Da sind alle Hintertüren so offen wie Scheunentore. Warum nicht gleich? Das klingt ja fast schon wie eine ganz verschämte butterweiche Kritik an Bayer. Wenn Bayer da mal nicht sauer auf Sie ist, Frau Höning. Denn in der Sache hat der Konzern ja Recht. Der Standort Krefeld braucht das preiswerte Gas, das in Dormagen als Abfallprodukt anfällt. Seit wann fällt reines CO (das so rein sein muss, dass Duft oder Farbbeimischungen ausgeschlossen sind) als Abfallprodukt an? Warum hat Bayer mit Linde am 13.12.2004 einen weiteren Liefervertrag für CO abgeschlossen? Zur Info: in Dormagen wird seitdem mit zwei Steam-Reformern viel zuviel CO für den Standort Dormagen erzeugt. Dort in Dormagen soll jetzt für die TDI-Produktion ein Weiterer, der dritte Reformer gebaut werden! Aber keiner in Krefeld, wo CO zur Produktion benötigt wird… Die Alternativen zur gut geschützten Röhre heißen: Lkw, die das giftige Gas über die Straßen fahren, und langfristig ein Aus für Krefeld. CO darf nur in labormäßigen Mengen in Stahlflaschen über die Straße transportiert werden! Das würde wohl kaum für die Produktion in Krefeld reichen… Arbeitplätze in Krefels Üerdingen wären gesichert worden über einen Steam-Reformer in Üerdingen! Wollen die Pipeline-Gegner und die sie blind umarmenden (Kommunal-)Politiker das? Vom sich gegenseitig die Haare schneiden kann ein Land nicht leben, erst recht kein Industrieland wie NRW. Das sollte man langsam auch im Kreis Mettmann begreifen. Tipp: Einfach mal recherschieren wie industriefeindlich der Kreis Mettmann ist… und vielleicht sogar Duisburg!? Wenn es nicht selbst bei der Rheinischen Post noch Redakteure gäbe (deren Artikel sogar noch veröffentlicht werden), die bei der Wahrheit bleiben, müssten man das Abo sofort kündigen. Für die Firmen sind Zeitungsannoncen nämlich nur solange interessant, wie potentielle Kunden sie auch sehen… Und hier der Kommentar als download an Stück Sollten Leserbriefe zu diesem Kommentar von der RP nicht veröffentlicht werden – schicken Sie sie uns – wir werden Sie öffentlich machen.

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