CO-Pipeline: Hochmut kommt vor dem Fall

– oder auch Überheblichkeit / Selbstüberschätzung kommt vor dem Scheitern Soviel selbstüberhebliche Arroganz von Bayer in der Podiumsdiskussion der RP in Monheim schreit förmlich nach diesem Titel unseres Kommentars. Manch eine/r (wir eingeschlossen) hat die Veranstaltung wegen des Verhaltens von BMS vorzeitig verlassen, um den aufgestauten Agressionen keinen weiteren Zündstoff zu geben. Wir haben den tollen Spruch “Wir nehmen die Sorgen und Ängste der Bürger ernst ” dieses Mal glattweg vermisst. Oder schaltet unser Gehirn hierbei mittlerweile schon sofort weg? Den alten Spruch “Bei uns kommt Sicherheit immer zuerst.” konnte sich Dr. Tony van Osselaer (Mitglied des Vorstandes von Bayer Material Science/BMS) allerdings nicht verkneifen. Hört sich doch auch immer wieder gut an. Wenns dann um die Sache geht wird wortreich von Projektleiter Breuer erklärt, wie toll doch die nachträgliche Änderung beim GeoGrid die ganze Pipeline soo sicher macht. Erinnern wir uns an Planfeststellung und FAQs der Bezirksregierung: Zitat aus FAQ der BezReg Stand 22.08.2007: …vom Trassenwarnband nahe der Erdoberfläche auf gesamter Länge und zusätzliche Schutzüberdeckung der Leitung mittels Geotextil (Hochwiderstandsfähig und weitgehend reißfest) in 1,10 m Tiefe. Die Breite war mit 80 cm vorgegeben. Das ist eine tolle Sicherheitsidee: GeoGrid 25 % schmaler dafür auf derselben Tiefe je ein Trassenwarnband rechts und links daneben… Auch anderen Stahl als vorgeschrieben zu verwenden ist ein wahrer Sicherheitszuwachs genauso wie dünneren Rohrwandstärken. Aber das erschüttert uns ja schon lange nicht mehr – an diese Märchenstunde sind wir schon lange gewöhnt. Was uns schon wütend macht, sind die Milchmädchenrechnungen und Schönredereien des nunmehr dritten Reformers für CO-Herstellung in Dormagen. Einen in Ürdingen gebaut und schon könnte Bayer wieder Ansehen in der Bevölkerung gewinnen, denn dann wäre die “verflixte Pipeline” (so ein Bayer-Mann hinter vorgehaltener Hand) überflüssig. Was uns aber so richtig auf die Palme gebracht hat, war der Versuch Landrat Hendele lächerlich zu machen. Bayer behauptet zum wiederholten Mal der AGAP (Allgemeiner-Gefahren-Abwehr-Plan) sei lange verabschiedet und die hohen Herrn von Bayer wollen sich schier totlachen als der Hendele widerspricht. Ob da schon wieder klammheimlich mit der Büssow-Behörde gemauschelt wurde? Die jedenfalls gänzte durch Abwesenheit – kein Wunder Büssow muss ja Wahlkampf machen… Eigentlich eine recht einfache und sehr berechtigte Frage: “Wenn ein Leck entsteht, wie viel Gas geht in die Luft?” Wer diese Frage dreimal wortreich nicht beantwortet und beim vierten Versuch der Frage erklärt: “Die Frage wurde doch schon dreimal beantwortet.” – der ist bei Bayer hoch angesehen und Projektleiter für die CO-Pipeline! Dass bei soviel Ignoranz mehr Statements als Fragen aus dem Publikum kamen, war äußerst bedauerlich aber ist nachvollziehbar. Kommen wir auf unseren Titel zurück: Hochmut hat Bayer genug gezeigt – fallen werden sie vor Gericht. Dort hilft keine Schönrederei, kein Tricksen, kein Mauscheln und weder Ignoranz noch Arroganz, denn unsere Gerichte sind unabhängig. Noch ein kleiner Hinweis – ohne dass wir Wahlwerbung betreiben wollen: Die FDP ist eingeschworen von Ellerbrock und CO – selbst der FDP-Kandidat für den Wahlkreis Mettmann…

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