Kampfmittelsuche an der Bayer-CO-Pipeline in Hilden

– als Nächstes wird am Bushalt Südfriedhof aufgegraben Wir begleiten mit Interesse die Kampfmittelräumarbeiten an der Grenze von Solingen und dem Hildener Südfriedhof. Hier wird nach Kampfmittel in Verdachtsflächen gesucht, dort wo im Krieg Laufgräben gegraben wurden. Üblicherweise wurden solche Laufgräben beschossen und bombardiert und zu Kriegsende auch viel restliche Munition vergraben. Bisher haben die Kampfmittelräumer noch nichts Gefährliches gefunden, aber vorher hat ja auch die Baufirma schon dieses Gelände durchpflügt. Als Nächstes steht ganz in der Nähe ein noch aufwändigeres Projekt an dann muss die Bushaltestelle am Südfriedhof verlegt und der Verkehr umgeleitet werden. Das hatte Bayer/Wingas schon im Frühjahr mal hinter sich gebracht, aber eben ohne vorliegende Bescheinigung der dortigen Kampfmittelfreiheit. Jetzt heißt es also wieder Nachsitzen und Nachbuddeln. Bei der jetzt eingesetzten Spezialfirma können wir erwarten, dass nicht mit der gleichen Leichtsinnigkeit wie damals vorgegangen wird. Damals konnten wir im Bild festhalten, dass selbst an der Nord-West-Ölleitung nicht etwa, wie vorgeschrieben, mit Handschachtung gearbeitet wurde. Nein, die eingesetzte Baggerschaufel markierte die rustikale Arbeitsweise sogar mit deutlichen Spuren auf der alten Ölleitung. Und WDR4 berichtete dazu mit einer Live-Sendung vor Ort. Regierungspräsident Büssow, gerade in Düsseldorf in der Landtagswahl gescheitert, hat sich heute noch nicht auf seiner Homepage geäußert mit seinem Standardsatz: “Es wurden keine Kampfmittel gefunden.” Aber es ist immer noch die Frage: Sucht man an den richtigen Stellen und hat man wirklich alle bekannten Verdachtsflächen überhaupt im Visier?

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