BUND Presseinformation: Offenlegungsverfahren für Trianel-Kohlekraftwerks-Projekt in Krefeld

BUND und Bürgerinitiativen kündigen konsequenten Widerstand an Düsseldorf/Krefeld, 06.05.2010 – Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wird gemeinsam mit dem Niederrheinischen Umweltschutzverein (NUV) aus Krefeld und der Duisburger Bürgerinitiative Saubere Luft “alle politischen und juristischen Möglichkeiten” nutzen, das geplante Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld zu verhindern. Das kündigten die Kraftwerksgegner heute anlässlich der offiziellen Veröffentlichung des Bauvorhabens und des Zeitplanes für das Bürgerbeteiligungsverfahren an. Das geplante Trianel-Kohlekraftwerk mit einer Feuerungswärmeleistung von bis zu 1.705 Megawatt würde jährlich etwa 4,4 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid zusätzlich emittieren. Dazu würde die Bevölkerung durch den jährlichen Ausstoß hunderter Tonnen Feinstaub, mehr als 3.000 Tonnen Stickstoffdioxid und einem Gift-Gemisch aus hunderten Kilogramm Quecksilber, Arsen, Cadmium und weiteren Schadstoffen gefährdet. Die Kraftwerksgegner halten das Vorhaben wegen der hohen Vorbelastung der Region und der gravierenden Umwelteinwirkungen für nicht genehmigungsfähig. Dazu ist das Kraftwerk nach Auffassung von BUND, NUV und BI Saubere Luft überflüssig und passt zudem nicht in ein zukunftsfähiges Energiesystem. Weder die öffentliche Stromversorgung noch der CHEMPARK Uerdingen benötigten die zusätzlichen Strom- und Dampfmengen. Der angestrebte energetische Wirkungsgrad von 60 Prozent sei deshalb nicht mehr als ein “frommer Wunsch”. Im Übrigen erreichten moderne Gaskraftwerke mühelos energetische Wirkungsgrade von 80 bis 90 Prozent und seien, wie das aktuelle Beispiel aus Düsseldorf zeige, nicht nur wesentlich weniger umweltschädlich und flexibel einsetzbar, sondern auch ökonomisch durchaus konkurrenzfähig. Als Ersatz für die alten Kohlekessel im Chemiepark aus den 60er Jahren mit einer Feuerungswärmeleistung von je 117 Megawatt reiche ein an die tatsächlichen Bedürfnisse angepasstes Gaskraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung vollständig aus. BUND und Bürgerinitiativen kündigten an, in kürze ihre Kampagne zur Verhinderung des Kraftwerks vorstellen zu wollen.

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