Leserbrief zu RP “Streit um Katastrophenplan” vom 16.6.2010

“Streit um Katastrophenplan” Der Streit um den Katastrophenplan ist nichts als eine weitere Katastrophe in der Geschichte der Pipeline für das giftige und tödliche CO–Gas. Zur Erinnerung: Er schwelt bereits seit mindestens drei Jahren. Der Autor Jürgen Fischer nennt das Verfahren zu Recht “selbstherrlich’, es ist tatsächlich ein Schlag ins Gesicht wahrer Demokraten. Bayer-Kumpel Büssow schweigt, macht Dienst nach Vorschrift. Bayer will als erster selbst entscheiden über die Auslösung eines Alarms – das ist garantiert der falsche Weg. Das lädt bei Havarien aufgrund der Erfahrungen mit Großkonzernen der jüngsten Zeit ein zur Manipulation. Was aber der Bevölkerung rechtsrheinisch fast entgangen wäre, politisch gesehen hat die Heimlichtuerei im Rahmen des Pipeline-Gesetzes im alten Landtag NRW endlich ein Ende gefunden. Der ausgeschiedene Abgeordnete der CDU, Karl Kress aus Dormagen war als ehemaliger Bayer-Mitarbeiter einer der hartnäckigsten und engagiertesten Pipeline-Wortführer im Parlament. In seiner Bilanz, man höre und staune, lässt er sich in der Lokalpresse linksrheinisch als “einer der Architekten der CO-Pipeline’ feiern (NGZ vom 29.4.2010). Das schlägt in den Städten an der Trasse zwischen Monheim und Duisburg ein wie eine Bombe. Gut geschmiert – gut funktioniert. Volkmar Jung

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