Leitartikel von Sven Gösmann “Stuttgart 21 macht Schule”

Leserbrief von Volkmar Jung (ursprünglich an die RP) Zum Artikel der RP “Regierungspräsidentin will Bürger bei CO-Pipeline beteiligen” und dem Kommentar von Sven Gösmann Geradezu abenteuerlich, welche Parallele Sven Gösmann, der Chefredakteur der RP, zwischen Stuttgart 21 und der umstrittenen CO-Pipeline zu erkennen glaubt. Seine Vermutung ist, in Stuttgart wie bei den Pipelinegegnern hätten ’(Berufs-) Betroffene im lockeren Verbund von Vereinen und Einzelpersonen nicht den Wählerwillen repräsentiert.’ Was eine kritische Haltung der mehr als 100.000 protestierenden Bürger in NRW tatsächlich erreicht hat, war nicht zuletzt die grandiose Klatsche für die Landesregierung von Rüttgers’ CDU und FDP in der jüngsten Landtagswahl. Ebenso entgleist ist Gösmanns Kritik an der neuen Regierungspräsidentin, Anne Lütkes, in Düsseldorf. Seine Unterstellung: ’Sie möchte eine Moderation bis ins Nirwana.’ Weit gefehlt, endlich werden die Halbwahrheiten und Tricks des Bayer-Konzerns zusammen mit dem entlassenen Regierungspräsidenten, Jürgen Büssow (SPD), zu Planung und Pipelinebau aufgedeckt. Die Hoffnung bleibt, dass auch die für Politik und Bayer beschämenden Fakten beim Zustandekommen des “Pipeline-Gesetzes’ im Landtag endlich auf den Tisch kommen. Sven Gösmann hätte besser bei seinen engagierten Lokalredaktionen im Kreis Mettmann einmal anrufen sollen. Sie heben sich seit Jahren wohltuend ab von der Bayer-Hofberichterstattung im Wirtschaftsteil seiner Zeitung.

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