CO-Pipeline: Bayer bolzt weiter bis tief in die Nacht

– Freigabe der Baustellen Freibrief für Lärmterror? Nach der jüngst erteilten Freigabe der 5. Großbaustelle an der Bleerstraße in Monheim (G 32 in der offiziellen Karte) durch die Bezirksregierung Düsseldorf hat Bayer mächtig Druck gemacht, um die älteren Baustellen zu erledigen. Die Anwohner trauten ihren Ohren nicht, als sie den ganzen Tag über bis tief in die Nacht mit einem Höllenlärm bedacht wurden. Auch Beschwerden bei den Aufsichtsbehörden schafften keine Abhilfe. Es sieht so aus, als ob Bayer die Freigabe der 5. Baustelle als Freibrief für unbeschränkte Lärmbelastung empfunden hat. In der Pressemitteilung von Bayer wird verharmlosend von “kleineren Schäden der äußeren Kunststoff-Ummantelung” geschrieben. Von dem grobschlächtigen Verpressen des Mantelrohrs an der Berghausener Straße (G 45 in der offiziellen Karte nahe Wasserskizentrum) kein Wort und auch nicht davon, dass dort über dem alten Mantelrohr ein weiteres Mantelrohr und etwa 3 Meter näher an der Straßendecke verpresst wurde, da offensichtlich das alte Rohr nicht zu bergen war. Das gilt allerdings nicht nur für das Mantelrohr, sondern auch für das alte Pipelinerohr, das schon “stressdruckgeprüft” war. Dafür soll jetzt ein “neues” Pipelinerohr oberhalb eingezogen werden. Ob dieses Vorgehen so in der Genehmigung enthalten und wie die Prüfung von Rohren und Schweißnähten vorgesehen ist, werden wir mit einer Akteneinsicht herauszufinden versuchen. Diese Akteneinsicht ist uns in einem Schreiben der Bezirksregierung bereits zugesagt worden.

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