Überdruckkammer chronisch überlastet

– CO-Pipeline-Leck würde in Katastrophe enden Welche Gefahr von der CO-Leitung im Falle eines Lecks ausgeht, zeigen auf dramatische Weise die vielen Kohlenmonoxid-Opfer der letzten Zeit. Heute wird über dpa/lnw gemeldet, dass es in Nordrhein-Westfalen es allerdings nur eine einzige Überdruckkammer gibt, die rund um die Uhr einsatzbereit ist. Das ist die Überdruckkammer des Universitätsklinikums Düsseldorf. Das NRW-Gesundheitsministerium soll derzeit Gespräche mit mehreren Kliniken führen, um Möglichkeiten für eine bessere Versorgung auszuloten. Derartige Stationen, von denen es in ganz Deutschland nur neun gibt, werden nicht nur für CO-Gasopfer sondern auch in der Nachsorge von Tauchunfällen und in der Therapie für Diabetes- und Tinnituspatienten eingesetzt. Wie mehrfach berichtet wurde, wird in den Kammern ein Druck erzeugt, der dem in 20 Metern Wassertiefe entspricht. Gleichzeitig atmet der Patient 100 Prozent reinen Sauerstoff. Durch die Behandlung wird der Sauerstoffgehalt des Körpers erhöht – das Kohlenmonoxid wird ausgewaschen und abgeatmet. Die Patienten müssen mehrereTage lang täglich zwei bis drei Stunden behandelt werden und die Behandlung muss intensiv durch Mediziner betreut und überwacht werden. Das Gift ist farblos und geruchlos, deswegen merken Opfer oft gar nichts von der drohenden Gefahr. Schon bei Gesunden treten nach 3 Minuten irreversible Hirnschäden auf Kranke, Kinder und Schwangere sind noch stärker gefährdet. Therapieplätze gibt es kaum, schon gar nicht, wenn die Zahl der Verletzten – wie bei einem Unfall – steigt. Seit Jahren weist Dr. Gottfried Arnold aus Hilden auf die Gefahr hin, die von der CO-Leitung im Falle eines Lecks ausgeht. Deshalb und wegen der fehlenden Rettungsmöglichkeiten unterstützen immer mehr Ärzte – jetzt nach den Kinderärzten auch 310 Ärzte aller Fachrichtungen – die Forderung, die CO-Pipeline zu stoppen. Der Initiator Dr. Gottfried Arnold zu dieser neuen Ärzte-Initiative : “Es gibt keine Alternative: Bayer muss das CO-Pipeline Projekt aufgeben.” Siehe den Ärzte-Brief an die MDL

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