Bayer-Dormagen machts mit neuem CO-Reformer vor

– jetzt fehlt noch die Modernisierung in Uerdingen Bayer macht es in Dormagen vor und informiert frühzeitig (siehe PM unten) über die Verein-barung mit der Firma Air Liquide zur Lieferung der notwendigen Wasserstoff- und CO-Mengen für die im Ausbau befindliche TDI-Anlage. Dort wird für 100 Millionen € modernisiert, um “die Rohstoffversorgung am Standort Dormagen weiter zu sichern”. Immerhin wird sich der Bedarf an CO dort vervierfachen. Deshalb werden selbst nach der Investition keine “überschüssigen” Mengen für die CO-Pipeline mehr übrig bleiben und die Leitung hat sich nun auch technisch endgültig erledigt. Auch wenn von dem BMS-Sprecher immer noch die durchsichtige Durchhalteparole tönt: “Wir halten weiter an der CO-Pipeline fest.” Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann auch in Uerdingen modernisiert wird. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass auch bei den Koalitionären in Düsseldorf die Erkenntnis reifen sollte, Bayer neuen Anschub zu geben. Wenn das Rohrleitungsgesetz jetzt wirklich auf den Prüfstand gestellt wird und die damaligen Ungereimtheiten der Beschlussfassung aufgearbeitet werden, kann es eigentlich nur eine zukunftsgerichtete Entscheidung geben: Raus aus dem Enteignungsgesetz und Modernisierung der CO-Produktion auch in Uerdingen. Damit eröffnen sich der Koalition gleich mehrere Chancen, nämlich die auch in der SPD deutliche politische Spaltung zwischen Land und Region zu überwinden, das Werk in Uerdingen zukunftssicher zu modernisieren und gleichzeitig Arbeitsplätze zu sichern. Wann bekommt die Politik schon mal die Chance zu einer solchen Win-Win-Win-Situation? 31.Mai 2012 Großinvestition von 100 Millionen Euro: Air Liquide plant Anlage im CHEMPARK Dormagen – Zusammenarbeit mit Bayer MaterialScience vereinbart Reformer soll Versorgung mit Wasserstoff und Kohlenmonoxid langfristig sichern Dormagen – Das französische Unternehmen Air Liquide will im CHEMPARK Dormagen einen Reformer zur Herstellung von Wasserstoff und Kohlenmonoxid errichten. Damit soll die Rohstoffversorgung für den Standort und für den Hauptabnehmer Bayer MaterialScience langfristig gesichert werden. Die Großinvestition beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro. Die Anlage soll 2014 ihren Betrieb aufnehmen. “Wir freuen uns, Air Liquide als neuen Partner begrüßen zu dürfen”, erklärte CHEMPARK-Leiter Dr. Walter Leidinger. “Die geplante Ansiedlung ist ein weiteres positives Signal für den Chemiepark und die Region. Sie zeigt, dass der Standort in Bewegung ist und sich sehr positiv entwickelt.” Die Unterlagen für das Genehmigungsverfahren werden derzeit vorbereitet. Die Öffentlichkeit wird wie bei den vorangegangenen Investitionsprojekten im CHEMPARK Dormagen aktiv über die Entwicklung des Projektes informiert. Der neue Reformer von Air Liquide soll den infolge der geplanten Toluoldiisocyanat (TDI)-Anlage von Bayer MaterialScience am Standort Dormagen gestiegenen Bedarf an Kohlenmonoxid decken. Dass ein weiterer Reformer am Standort benötigt wird, hatte Bayer MaterialScience bereits bei der Kommunikation rund um das TDI-Projekt erläutert. Das Unternehmen hat nun mit Air Liquide eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart. Bayer MaterialScience setzt Wasserstoff und Kohlenmonoxid beispielsweise für die Herstellung von Polyurethan-Rohstoffen ein. Diese werden in der Automobil-, Bau- und Elektronikbranche benötigt werden. Sie finden sich unter anderem in Matratzen, Polstermöbeln, Autositzen, Kühlschrankdämmungen, Stoßfängern und Freizeitschuhen.

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